Archiv für den Monat: Mai 2008

Hilf, o Herr!

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Gegen 23 Uhr prasselten sie hernieder auf die unschuldige Kleinstadt im Lipperland: Überraschungseier-große Hagelkörner, die nur ein Ziel hatten: Zerstören, was ihnen in den Weg kam!

Wie ein Terminator überfielen Sie das kleine Dorf, machten sich über Flora und Fauna her, weckten schlafende Kinder auf, verunsichterten ältere Menschen und hielten die Feuerwehr in Atem. So etwas hatte das Fürstenthum noch nicht gesehen. Die gesamte Ernte eines Jahres war binnen weniger Minuten zerstört. Weinende Menschen flüchteten sich im letzten Moment unter ein schützendes Dach, um nicht Opfer dieser brutalen Zerstörungswut zu werden.

Die Buchsbäume haben es gerade noch verkraftet. Die Margerite hat kräftig Federn lassen müssen, die Hortensie hat einen Ast verloren und die Clematis ist inzwischen beidseitig amputiert. Die fleißigen Lieschen und all die anderen Balkonblumen können in diesem Sommer ganz von vorn anfangen. Der Klimawandel? Großer Gott, steh´ uns bei…

Erdbeermund

Schlecker„, „schlabber„, „schlürf„…..

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Vor historischer Kulisse eine Überaschungswaffel aus dem Piccoli vernaschen, das ist was feines. Vor allem bei den tropischen Temperaturen, die derzeit in ProvinztownDetmold vorherrschen, schmeckt die süße Eiskreation besonders gut. Die Kassen klingeln, die Menschen stehen Schlange um zu schlabbern.

wheels and …

Gestern hatte ich auf der Paulinenstraße einen grünen Opel Omega vor mir, der auf seiner Hutablage ein Schild mit der Aufschrift hatte: „If it has tits and wheels it will give you… “ und das letzte Wort konnte ich nicht mehr lesen. Verdammter Mist! Warum hängt der Typ das Schild nicht höher. Ich grübelte die ganze Zeit, was das letzte Wort sein könnte, kam aber nicht drauf. In meinem tiefer gelegten GTI Auto saß ich auch leider zu tief, um es lesen zu können. Die Ampel hinter der Sparkasse stand die ganze Zeit auf rot. Aussteigen? Nee, bloß nicht, nachher sieht der Typ, dass ich nur wegen des Schildes aussteige. Ich mich also gaaaaaanz lang gemacht, konnte das letzte Worte gerade noch so lesen: „problems„. Aha!?! „If it has tits and wheels it will give you problems (das ganze für nicht Angelsachsen: Wenn etwas Brüste oder Reifen hat, macht es dir Probleme). Hä? Kann das denn sein?

Ich ma´ kurz an mein Auto gedacht…nix da, keine Probleme! Dann ma´ kurz an hermine gedacht. Naja, ab und an schon ;-)! Insgesamt gefühlte maximale 35% Zustimmung zur Aussage.

Was der Lipper alles in seinem Auto zur Schau trägt…

Ubi est?

Ich habe ja in den letzten Wochen mit einigen anderen bloggern häufig Schuhe, Brillen und andere Dinge des persönlichen Bedarfs in und um Detmold gefunden. Nun bin ich selbst Opfer meiner Vergesslichkeit geworden und habe meinen Autoschlüssel verlegt. Wo das passiert ist? Kann ich schlecht sagen. Welches Auto ich fahre? Das wird hier natürlich nicht verraten (und welches Kennzeichen ich habe, gleich schon mal gar nicht). 

Ein Anruf bei der Versicherung, ein Brief an selbige und ca. 120 Euro für das Nachmachen und Neuprogrammieren eines Ersatzschlüssel wird mich der Spaß kosten. Ärgerlich, aber nicht zu ändern. Beim nächsten Mal etwas besser aufpassen.

@Mitblogger u Kommentatoren: Wenn Sie zufällig einen Autoschlüssel in und um Detmold finden, bitte auch an mich denken…;-) …bei dem nächsten Paar Schuhe, das ich finde, starte auch ich im Gegenzug einen öffentlichen Aufruf, versprochen.

Blumento-Pferde

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Erst wenn der letzte Topf gekauft, der letzte Samen eingesät, der letzte Kübel begossen ist, werdet ihr sehen, dass man Gartenkräuter essen kann. Bad Balkonien hat sich inzwischen zu einem grünen Gartenparadies entwickelt und erfreut hermann und Familie. Ernten werden wir außer den abgebildeten Kräutern wohl nichts (da nichts entsprechendes angepflanzt wurde), aber wir werden die bunte Blumenpracht bestauen und bewundern können. Teilweise schon heute. Der Balkon wird ein Teil der Detmolder grünen Lunge.

Döner macht schöner

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Gestern bin ich zu einer kulinarischen Studienreise ins Ausland aufgebrochen: nach Lemgo. Bekanntlich soll ja eins der türkischen Nationalgerichte überhaupt, der Döner Kebap, dem phänotypischen Erscheinungsbild auf die Sprünge helfen (siehe Überschrift). Seit der Einnahme der Mahlzeit gestern mittag konnte hermine jedoch keine signifikanten Veränderungen an mir feststellen. Allerdings hat wohl die Tatsache, dass dieses Gericht während meiner Studienzeit zu einer meiner Hauptmahlzeiten wurde, dazu geführt, dass sich hermine überhaupt mal für mich entschieden hat. Vielleicht hat es also nur in großen Mengen eine Auswirkung?!

Wie dem auch sei, wir beide essen eh´ lieber griechisch. Und wie sagt man in diesem Zusammenhang immer so schön: Ich trink´Ouzo, was machst du so?

Asiatisch ist übrigens auch immer ein Klassiker. Aber warum muss man sich dann gleich den Namen Aroma-Chinese geben?

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Lucia

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…mi amore! Das wars! Ein letztes Mal war sie im Detmoler Landestheater, diese geniale Aufführung der Oper von Gaetano Donizetti. Mit der herrlichen, bezaubernd schön singenden Sopranistin Hyun-Ju Park, die das Publikum ein letztes mal verzaubert und begeistert hat. Diese Stimme – ein Wahnsinn! Und diese ostwestfälischen Trampeltiere, die den Nachklang des letzten Tones durch ein bäuerliches „Bravo“ störten – auch Wahnsinn.

Ich muss ja sagen, dass mich Opern normalerweise nur sehr wenig interessieren. Nicht dass hier der Eindruck entstünde, ich wäre das musikalisch-kulturelle egg-head. Aber dennnoch, eine schöne Aufführung, ein schönes Konzert, darfs dann doch ab und zu schon mal sein. Und da ist man in Detmold gleich sowieso mal an der richtigen Stelle. Wie schön, dass Huyn-Ju Park dem Detmolder Landestheater derzeit als festes Ensemblemitglied angehört. Fragt sich bei der Stimme nur, wie lange noch…

Lost on Parkuhr

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Ein verloren gegangenes Paar Schuhe ist mir in letzter Zeit zwar nicht mehr vor die Füße gekommen, dafür habe ich heute eine schmucke Lesebrille entdeckt. Auf der Parkuhr. Na sowas. Hat ihr Besitzer diese beim Lesen der Gebrauchsanweisung abgesetzt? Oder beim Abzählen der Münzen? Oder beim Ausziehen des Pullovers, weil ihm/ihr in der Mittagssonne viel zu warm wurde? Wir werden es wohl nie erfahren…

Ochott, wissen Se…

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In so schöner Abendsonne erschien heute das Bonifatiusheim samt Kirche, dass es gleich mal aufgenommen werden musste. Eine ältere Dame sprach mich davor an, dass sie gerne meinen Kinderwagen schieben würde. Sie sei Kriegswitwe und habe nicht das Glück gehabt, eigene Kinder auf die Welt bringen zu können. Wir tauschten uns ein Weilchen aus. Besonders interessiert schien sie an der Thematik, dass Männer in der heutigen Zeit ja doch sehr viel mehr Verantwortung für ihre Kinder übernähmen. Nicht einfach nur „Kind machen“ und dann um nix mehr kümmern. Ich stimmte ihr zu und meinte, dass sie es ja an mir sehen würde, dass meine Frau mich auch ständig nach draußen mit dem Lütten schicken würde.

Ob ich mich denn richtig einbringen würde zuhause? Jaaa sicha!!! Das ist doch heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Da haben sich die Zeiten gewandelt. Ja, das sei richtig, sie hätten sich gewandelt. Wir waren beide der gleichen Meinung. Und wir waren beide der Meinung, dass das gut sei und nickten übereinstimmend. Ganz erstaunt und erfreut reagierte sie auch auf die Antwort zu ihrer Frage, ob ich das Kleine denn schon mal gewickelt habe? Jawoll, mehrfach! Nur gestillt hätte ich es noch nicht.

Dieser aus meiner Sicht eher bescheidene bis mittelmäßige Kalauer hat sie schließlich in einen prustenden und herzerfrischenden Lachanfall versetzt, dass ich ganz überascht war. Wir verabschiedeten uns und wünschten uns alles Gute. Wie schön, dachte ich mir. Das war doch jetzt mal richtig nett!

Friedhof

Der WDR-Videotext meldet heute:

„Archäologen haben heute bei den Bauarbeiten auf dem Detmolder Marktplatz die Gebeine von 400 Toten aus dem Mittelalter entdeckt. Fundort ist ein ehemaliger Friedhof. Die ältesten Gebeine stammen aus dem 13. Jahrhundert. Als ungewöhnlich bezeichnet es das Lippische Landesmuseum, dass einige der Toten mit Beigaben wie Bronzeschmuck und Münzen ins Grab gelegt wurden. Dies sei bei christlichen Bestattungen sonst nicht üblich. Außerdem fanden die Archäologen Feuersteine und Messer aus der Steinzeit. Auf dem Detmolder Marktplatz sind weitere Grabungen geplant.

Das kommt jetzt irgendwie nicht ganz so überraschend. Wie war das noch seinerzeit….

http://detmold-blog.de/15.01.2008/baustellenalarm/

„…Wer weiß, ob sie nicht unter dem Marktplatz noch antike Kostbarkeiten finden, einen alten Friedhof zum Beispiel. Dann geht das Ausgegrabe erstmal richtig los…“

Mir scheints, als habe ich hellseherische Fähigkeiten. Muss an der guten Aussicht auf der Grotenburg liegen.

Das Wetter

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Mein Gott, hat das heut geplästert. Konnte mich gerade noch unter das Dach eines großen Schuhgeschäftes in der Innenstadt retten und dem Unwetter bei seiner Niederkunft zusehen. Die sonnigen Tage der letzten Woche scheinen der Vergangenheit anzugehören, gerad´ hatte man sich an einen fortwährend blauen Himmel mit netten Temperaturen gewöhnt. Das gewisse südeuropäische Flair machte sich in Detmold und in einem selbst breit. Ein Hauch von Sommer, ein Hauch von Leichtigkeit.

Hinfort mit ihm, folgte doch alsbald das nächste Tief. Schade. „Aber die Pflanzen könns gebrauchen.“ Mmmmmuuuuaaarrrgggghhhhh, was sind mir die Pflanzen egal, ich will den Sommer zurück! Sofort!

Sprechende Steine

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Nun wurden sie verrückt, die sprechenden Steine. Nein, nicht im Sinne von irre, sondern an eine andere Stelle befördert. Nämlich 20 Meter nach links oder rechts, je nach dem von wo aus man guckt. Die Rede ist vom Findlingsfeld der sprechenden Steine, die auf die museumsnahe Rasenfläche umgesiedelt zu werden, um dort ihre Sprache weiter sprechen zu können. Alles im Zuge der Umgestaltung und Aufwertung der Parklandschaft Friedrichstal.

Post im Fach

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Abermillionen Postfächer kann man in der Hauptpost an der Paulinenstraße bewundern. Der Weg mit dem Kinderwagen zur Hauptpost führte mich heute morgen daran vorbei. Postfächer so weit das Auge reicht und der Flur lang ist. Dass da überhaupt noch einer den Überblick behält. Ein Waahnsinn…

Müll im Eimer

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Sie laufen außerordentlich gut, die neuen Mülleimer in der Innenstadt. Werden gut angenommen von der Bevölkerung, soweit ich das beurteilen kann. Im passenden „Dessäng“ dazu stehen ja auch seit einigen Wochen die neuen Bänke. Schick, und auch die werden gut angenommen. Gerade bei dem Wetterchen.

DT

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Lang, lang ists her, als einst aus DT LIP wurde. Soweit ich mich entsinnen kann, war das damals auf Vorschlag der Jungen Liberalen in Gang gesetzt worden, aus dem alten DT-Kennzeichen ein LIP zu machen. Damit sich alle identifizieren können. Nun ja, über Sinnhaftigkeit lässt sich sicherlich streiten (obwohl heute, nach mindestens 15 Jahren, auch kein Hahn mehr nach dem alten DT kräht). Auf jeden Fall sind und waren viele Detmolder und Lipper heiß auf die Buchstabenkombination LIP PE xxx an ihrem Auto. Ich persönlich kenne allerdings keinen, der so ein schillerndes Nummernschild wie LIP PE-1 sein eigen nennen kann. Vorm Schloss stand neulich eine schwarze Limousine mit LIP PE (Rest wird nicht verraten). Am Heck noch ein Aufkleber vom Fürstentum, ich schätze seine Exzellenz persönlich parkte vor dem Haus.

Straßentheaterfestival

Die Detmolder Innenstadt wurde zur Bühne: Zum dritten Mal fand das internationale Straßentheaterfestival in Detmold statt. Ganz sicher eines der Highlights im Detmolder Veranstaltungskalender.

Aus über 150 Gruppierungen, die sich für die vier Tage über Pfingsten in Detmold beworben hatten, wurden die zwölf besten Ensembles ausgewählt. Meistens traten diese mit Premieren auf. So wie z.B. Les goulus aus Frankreich mit ihren Pferden oder die katalanischen Koffertouristen kamchatka, die am heutigen Montag sogar noch zur Pingeljagd bei Prinz Armin am Schloss ansetzten. Großartig!

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Pfingsten

Was für ein Prachtwetter, das sich da über ganz Deutschland im allgemeinen und Detmold im speziellen ausgebreitet hat. Traumhafte Pfingstfeiertage mit viel Sonne, angenehmen Temperaturen und einem bunten Kulturprogramm. Und die Nächte lassen sich auch ganz besonders gut aushalten. Sternenhimmel, angenehme Frühlingsfrische und eine schöne Mondscheinsilhouette. Perfetto…

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Na Logo!

In einem früheren Blogeintrag fragte ich mich vor kurzem schmachtend, wann denn endlich das neue Logo der Hochschule Ostwestfalen-Lippe erscheint. Es ist da, wie wunderbar! Und das gleich doppelt! Die Gazetten rund um die teutonische Hauptstadt berichteten, dass das neu entworfene Logo, korrigiere mich: dass das neue Logo (dazu später mehr) der Hochschule auffallend große Ähnlichkeit mit dem Logo der Universität Minho in Portugal hat.

Verzichten wir an dieser Stelle mal lieber auf eine Abbildung eines der beiden Logos. Wer es gesehen hat, wird eine gewisse Ähnlichkeit nicht leugnen können. Das neue Logo der FH OWL ist einfach nur um 22,5Grad nach rechts oder links gedreht, ansonsten unterscheidet es sich nicht. Nun…

Um ganz ehrlich zu sein: Ich habe lange da gesessen, nachdem ich den Bericht gelesen hatte und habe mir meine Gedanken gemacht. Irgendwie kann das alles nicht wahr sein, dachte ich mir, oder? Da ist ja schon wieder soo unglaublich schlecht, die Geschichte, dass man nur noch kopfschüttelnd denkt, „bitte lass das einfach nicht in Ostwestfalen passiert sein…“

Der Präsi der Hochschule, Prof. Tilmann Fischer, sei „von den Grafikern, die das Logo als Wettbewerbsbeitrag eingereicht hatten, über die missliche Situation informiert worden. Nach längerer Diskussion im Präsidium und externer Beratung (wahrscheinlich Juristen, Anm. von hermann) haben wir uns dann entschlossen, auf das Logo … zu verzichten.“

Missliche Situation. Das drückt das ganze doch noch recht drollig aus. Das ist PEINLICH, schlecht, unprofessionell und geht GAR NICHT!

Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass es zwei Grafiker gibt (einer aus Mainz, der andere aus Stuttgart), die einfach nur ein Logo von einer anderen Hochschule als Vorlage nehmen, es um 22,5 Grad drehen, und dann – in der Hoffnung, es merkt keiner – als neuen Vorschlag für eine deutsche Provinz Hochschule einreichen. Es sei denn, sie wollten der Region OWL damit schaden und ins lächerliche ziehen. Auf der anderen Seite kann ich mir nicht vorstellen, dass es drei Menschen in Europa gleichzeitig gibt, die für eine Hochschule in ihrem Land ein exakt gleiches Logo in einem mehr oder weniger kreativen Prozess unabhängig voneinander entwerfen. Das gibt es doch nicht, oder etwa doch? Ich kann an so einen Zufall nicht glauben. Mal sehen, wie die story weitergeht…

Wochenendausklang

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Mit einem gepflegten kühlen Weizenbier halte ich Rückschau auf das Wochenende. Der Abendhimmel färbt sich dunkelblau, die ersten Fledermäuse fangen an, ihre Kreise zu ziehen, und der letzte Kalletaler Dorftrottel lässt die Reifen seines tiefergelegten GTIs an der Ampel durchdrehen. Ein paar Sekunden, und er ist weg…und da ist sie wieder, die Stille eines frischen Mai-Frühlingstages, der sich dem Ende neigt. Eine hektische Arbeitswoche geht wieder los. Aber diesen Abend, den kann einem keiner mehr nehmen…

Lippe Portal

Heut fiel mir mal wieder eine aktuelle Ausgabe des Provinzblättchens „Lippe Portal“ in die Hände, dem journalistischen und veranstaltungsanzeigetechnischen Highlight in der Region. Nach den ersten Zeilen des Vowortes hatte ich schon wieder genug vom blöden Gequatsche des Herrn T. Wen interessiert dieses sinnlose Geschwafel nur? Willkommen in der Provinz, wie wahr! So schlecht geschrieben, dass einem die Kaffeesahne im Cappuccino in der Mittagssonne sauer wurde. Und das ganze soll ich mir auch noch im Internet als bewegte Bilder anschauen? Bräsige Arroganz eines Provinzverlags, der glaubt, mit einer Videokamera in der Hand eine Art Lokal_TV zu produzieren.

Ich und meine Kamera lieben mich am meisten“ heißt es demnächst wahrscheinlich am Anfang jeden Tapes. Würde mich nicht wundern. Dieses Konstrukt erfüllt keinen Zweck. Aber die Baustellen-Aktion kommt ja offensichtlich aus dem gleichen Haus. Die Provinz ist tot. Es lebe die Provinz!

Wonnemonat

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Der bisher schönste Tag im Jahr, vom Wetter her zumindest betrachtet. Um die 20 Grad, nicht heiß, aber sehr angenehm. Klare Luft, leichter Wind, gute Sicht und schönes Licht. Ein Maientag, wie er im Buche steht. So kanns weiter gehen.

Alles neu…

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…macht der Mai. Heute auf dem Programm: der erste Ausflug mit Mama! Na dann, willkommen im Tümpel des Friedrichstaler Kanals Residenzstädtchen Detmold, ihr Küken!

Kaiserkeller

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Der gute alte Kaiserkeller in der Nähe des Bahnhofs. Sicherlich eine der wenigen locations in Detmold, in der es gute, handgemachte Musi in clubmäßiger Atmosphäre gibt. Ob nun ein Konzert von den Detonators oder irgendeiner anderen Formation, ob Soul, Blues oder Jazz oder (ganz hip) Poetry Slam: Ein Besuch lohnt sich allemal.

Stachelige Zeiten

…brechen an für Katzen und Kätzinnen. Es wird immer problematischer, an vernünftiges Futter ran zu kommen, die Vögel werden immer höher aufgehängt. Mit dem heutigen Hartz IV – Satz kommst du selbst als vierbeiniges Liebliengstier der Deutschen nicht mehr weit. Und dann wird dir auch noch der Weg zur beliebten Futterquelle von einem Detmolder Großgrundbesitzer verbaut. Das Klima wird rauher in unserem Land…

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Pauline

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Und noch ein große Größe der lippischen Historie: Pauline Fürstin zur Lippe. Metallgewordene Regentin des Landes Lippe und – hättens alle Lipper gewusst – Vorbild im deutschen Sozialwesen.

Da sitzt sie, im Kurpark von Bad Meinberg, soll in dieser oder ähnlicher Pose hier oft strickend gesehen worden sein und Audienz erteilt haben, wenn sie hier zur Kur weilte. War sie es schließlich, die 1805 die erste Heilanstalt für Geisteskranke gründete, die zuvor in Zuchthäusern aufbewahrt wurden. Auch du machst uns stolz, Pauline, mit deiner fortwährenden Anwesenheit, mit dem Wissen um deine Person.

da isser

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unser aller hermann. Heute war es soweit. Wir waren bei ihm. Voller Ehrfurcht und Demut. Voller Stolz und Begeisterung. In tiefer Verehrung. In Würde. Und Aufrichtigkeit. Jemand gibt uns Identität. Uns Germanen. Ein großer Moment. Ein großer Tag…