Archiv für den Monat: August 2008

In meiner Badewanne

…bin ich Kapitän. Denn meine Badewanne ist so wunderschön.

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Für hermann junior war heut´ wieder mal Samstag. Mit Quitscheentchen und U-Boot spielen. Denn morgen gehts auf große Reise, zu unseren polnischen Nachbarn. Nicht zu Pawel Popolski, der steht ja wahrscheinlich wieder auf der Bühne. In den Norden von Polen. Dort kann man natürlich auch baden, aber es bietet sich doch an, es heut´ noch zu machen, um für die Reise sauber zu sein und gut zu duften. Somit verpassen wir natürlich auch die fünfte Jahreszeit fünften Lipper-Tage. Gemeinsam mit dem 100jährigen des Lippischen Heimatbundes wird kräftig gefeiert rund um Palaisgarten und Allee. Ich glaube, in ganz Lippe gibt es dieses Wochenende kein Festzelt mehr zu leihen, nachdem ich heute nachmittag den Detmolder Champs Élysées gesehen habe. Ein weißes Partyzelt neben dem anderen. Noch ein bisschen Glück mit dem Wetter, ein kühles Det und es kann losgehen…

Nimm mich mit

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…Kapitän auf die Reise, hieß es am Wochende für das Pendant der Person, die letztes Wochenende im Vordergrund stand. Auch der werte Gatte hatte seinen Junggesellenabschied und kann sich nun voll auf die kommendes Wochenende stattfindene Hochzeit konzentrieren. Ein Kapitän und 8 Matrosen stachen in See. Da es davon in Detmold nicht all zu viel gibt, ist man auf den Norden OWLs ausgewichen und hat eine Tour mit einem Weserdampfer gemacht. Mit allen dazu gehörenen Spielchen: Deckschruppen, Kartoffel schälen, Schuhe putzen usw. Das daraus erwirtschaftete Geld kam ausnahmsweise mal nicht einem guten Zweck zugute sondern floß in Form vom flüssigem Gerstengold direkt in 9 durstige Kehlen. Danach noch in die Metropole OWLs und mit dem Taxi zurück in die Wunderschöne. Alles in allem: Gelungen!

Kontodaten

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Nee, nicht mit mir, liebe Telekom. Wir haben doch bloß unseren bestehenden Anschluss um ein kleines feature modifiziert. Und jetzt wollt ihr deshalb unsere Kontodaten haben, damit ihr den Auftrag auführen könnt? Mann, wie schlecht ist das denn! Ich kann sie per Fax durch die halbe Weltgeschichte schicken. Naklar! Damit sie noch irgendwelche x-beliebigen Call-Center Mafiosi abfangen und mir reihenweise die Monete abbuchen.

Ihr schickt mir schön brav weiter eine Rechnung. Auch wenn das für euch teuer ist. Und nach ausgiebiger Prüfung werde ich euch fristgerecht die entsprechende Summe überweisen.

Hoch hinaus

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…gings für die Junggesellinnen und bereits verheirateten und noch immer ihr Single-Dasein fristenden Mädels am Samstag. In den Teuto-Kletterpark bei „Uns-Hermann“. Begleitet von schönstem Spät-Sommerwetter und tollen Lichtverhältnissen ging es auf ganze stolze 1m Höhe, natürlich um Spaß zu haben. Es wurde klein angefangen, schließlich läuft man ja nicht jeden Tag wie auf Eiern über Holzklötze. Später ging es dann für ein paar ganz mutige auf 10m Höhe. Nächste Woche ist hermanns Bruder dran. Da wird das ein oder andere Gerstengetränk bereits am mittag den Weg in den Rachen gefunden haben, so dass wohl keiner mehr auf die Anlage gelassen würde. Ist auch nicht nötig, die Planungen sehen was anderes vor…

Drosophila melanogaster

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Verdammtes, blödes, nerviges Etwas! Bei wem ist sie nicht, in der Küche dieser Tage…

die Schwarzbäuchige Taufliege, die eine der am besten untersuchten Organismen der Welt ist. Zusammen mit über 700 weiteren Arten gehört sie zur Familie der Taufliegen (Drosophilidae).

Das ist ja alles schön, was man da so bei Wikipedia drüber liest..

Die Weibchen legen insgesamt ca. 400 weißlich-gelbliche, von einem Chorion und einer Vitellinmembran umhüllte Eier, die etwa einen halben Millimeter groß sind, auf Obst und verfaulendem, gärendem organischen Material ab. Die Dauer der Entwicklungszeit hängt von der Umgebungstemperatur ab. Bei einer Temperatur von 25 °C schlüpft aus jedem Ei nach ca. 22 Stunden als Larve eine wurmartige Made, die sich sofort auf die Suche nach Futter macht. Die Nahrung besteht in erster Linie aus den Mikroorganismen, die das Obst zersetzen, wie zum Beispiel Hefen und Bakterien, und erst in zweiter Linie aus dem zuckerhaltigen Obst selbst. Nach etwa 24 Stunden häutet sich die Larve, die ständig wächst, zum ersten Mal, und erreicht das zweite Larvenstadium. Nach dem Durchlaufen von drei Larvenstadien und einem viertägigen Puppenstadium schlüpft bei 25 °C nach insgesamt neun Tagen Entwicklungszeit die Imago.

Nichts, aber auch nichts war in dem Artikel darüber zu finden, wie ich diese verfluchten Dinger reihenweise umbringen kann. In den Händen zerklatschen? Angeschmiert mit Klopapier, die sind schnell wie ein Gepard und schlagen Haken wie ein Hase. Mit der Fliegenklatsche? Nix da, meistens entwischen sie durch die Löcher der Klatsche. Und an der weißen Wand hinterlassen sie ansonsten rote Flecken (Blut?). Indirekt in die Todesfalle? Mit einem Schälchen Apfelmuß….und dann gaaaanz vorsichtig und leise mit einem ca. 15 x 15 cm großen Stück Klarsichtfolie näääähern und….schwups…im Überaschungsangriff über das Glas stülpen!!!! Funktioniert nicht schlecht, nur entwischen meistens 30-35% der Fliegen. Ok, dann gehen wir anders an die Sache ran. Die ganze Wohnung wird absolut lebensmittelrestefrei gemacht. Kein Apfel, keine Bananenschale, nix. Alles in den Kühlschrank und steril verpackt. Hält man meistens leider nicht durch. Heute ist sogar eine aus der Spülmaschine gekrochen. Bleibt nur noch die Chemiekeule. Weiß nicht, wie das aussehen kann, und da wage ich mich irgendwie auch nicht dran. Das ist vielleicht auch eine Nummer zu hoch. Und irgendwie hat so ein armes, kleines, dummes Flieglein ja auch sein Recht auf leben. Hoffen, dass der Sommer vorbei geht und die Jahreszeit für das bei der Drosophila so beliebte Obst vorüber geht.

Abschied nehmen

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…von der Junggesellinnenheit, heißt es heute für hermines Schwägerin in Detmold. Ein Korb bestückt mit tausend guten Sachen, die schnell zu Kohle machen und dann gehts ab. Ja wohin eigentlich? Null Ahnung, bin ja nicht dabei, aber lass mir morgen beim Frühstück alles haarklein erläutern.

Kekse übrigens selbstgebacken, Slips sind keine drin, aber Erdbeerlimer en masse. Und die einzige Jungesellinnenabschiedsgesellschaft ist sie heute abend in Detmold auch nicht, wie ich mir bereits eben telefonisch hab´ übermitteln lassen. Dann mal los, und aufpassen, dass ihr nicht noch mit einem Nachzügler des Detmolder Residenzlaufes zusammenstoßt, der keuchend seine letzten Runden dreht. Kicher. Gacker. Prost!

Wunderschön

Ist schon ein paar Wochen her, aber allemal ein Grund, auch heute noch darüber zu schreiben: eine sonntägliche Sendung über das Lipperland, Wunderschön, im dritten Programm. Und noch viel besser: Die darauffolgende Sendung, ein best-off sozusagen. Der Tamina Kallert, ihreszeichen Moderatorin der Sendung, 10 schönsten Plätze in Deutschland. Und da trauten hermine und ich doch unseren Augen und Ohren nicht, als plötzlich das Lipperland darin auftauchte. Noch vor der Weltmetropole Berlin. Auf Platz 7 oder 8 oder so ähnlich. Und Co-Moderator Hans Jännicke, der irgendwie völlig lustlos wirkte, als er so mit Tamina über den Rhein schipperte, kannte das Lipperland natürlich vorher nicht, geschweige denn, dass er schon mal jemals da gewesen wäre. Tamina als alte Badn-Wütttnbärgrin natürlich auch nicht. Aber das gefällt mir ja gerade so am Land des hermann, dieses understatement, keiner kennts, es wird nicht groß geprahlt, aber letztlich ist es offensichtlich wunderschön.

Neueröffnung?

Coole Kiste. Neulich im Vorbeigehen entdeckte ich dieses alte Schätzchen in einem Schaufenster. Dort, wo die Paulinenstraße quasi zum Prachtboulevard wird, so kurz vorm Bahnhof. Wer weiß, wieviele Deutschmark und Euronen dieses Gerät schon geschluckt und ausgespuckt hat.

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Sonntag

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Der sonntägliche Gang zum Bäcker darf nicht fehlen. Und bald ist auf der extra Sparkarte auch der fünfte und letzte „Boppel“ drauf, dann gibts ein Brötchenmesser. Obwohl mir das eigentlich egal ist, Brötchenmesser hab´ ich schon. Die Brötchen selber sind einfach die besten. Das muss an dieser Stelle auch mal gesagt werden dürfen, ohne dass ich mich der Schleichwerbung schuldig mache. Und wenn der Service dann auch noch stimmt, stimmts einen fröhlich. Erfreulich!

Lucius Licinius Lucullus

Wer kennt ihn nicht, den römischen Senator und Feldherrn, der für seinen Reichtum und seine grandiosen Gastmähler bekannt war? Ok, gewusst hätte ich das so auch nicht. Aber mithilfe der modernen Technik lässt sich so manches schnell auf den Tisch zaubern. Wie heute in Detmold geschehen. Lippe kulinarisch, und das zum 20. Mal! Auch Lucullus war ein Genießer, der es liebte zu repräsentieren und „lekka Essen aufn Tisch zuzubereiten“.

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Die lippische „Topgastronomie“ (jawohl!) demonstriert dieses Wochenende mal wieder ihr Können im schönen Ambiente des Schlossparks. Umgebung eins A. Essen top bis lippisch top. In jedem Fall einen Besuch wert. Manchmal fehlt noch ein wenig die Dekadenz, aber wir wissen ja, dass die Lipper sich in understatement üben. Und nach einem Sylt-Urlaub bin ich vielleicht auch ein wenig verdorben…;-)

Wenn einem denn mal soo gar nichts gefällt auf der großen Fressmeile, dann geht immer noch die gute alte Gulaschkanone vonner Langen Straße…

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Detmolds kleinste Kneipe

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…hat nun leider auch zugemacht. Zappenduster sieht das da aus, schon vor Wochen ist dieses Kleinod an Gemütlichkeit geschlossen worden. Ich wollte immer mal rein, mit ein paar Freunden, spätabends, wenn man so von einer Kneipentour kommt und es dann einem egal ist, ob man rein geht oder nicht oder ob einem was peinlich ist oder nicht. Tja, Zeitpunkt verpasst. Zu gerne hätte ich auch die Person mal kennengelernt, die ihren Shopper (i.d.F. nicht blauer Roller) draußen immer geparkt hatte. Ob der da nicht mehr reinpasste (weil: kleinste Kneipe) oder die Stufe das Hinderniss war, „keene Ahnung“. Suchen wir uns halt eine neue Pinte, in der man einfach nur Bier trinken kann (und seit neustem auch wieder rauchen kann). Prost!

Tags

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Es ist eine Schande, was der geneigte Detmold-Innenstadt-Besucher am Sonntag zu sehen bekam. Irgendwelche hirnverbrannten Personen haben mal wieder an ganz markanten Stellen ihre Spuren hinterlassen und dabei offenbar ihre Freude gehabt. Leider nicht mit dem Liegenlassen von leeren Bierflaschen. Diesmal hatten sie es offenbar auf Schilder/Schranken usw. abgesehen, die wahrhaftigen Ostwestfalens Idioten! Ich frage mich immer wieder, was einen motiviert, seine Schmierereien an fremden Gegenständen zu hinterlassen. Mangelndes Machterleben? Keine Ahnung, in jedem Fall ein Verbrechen. Das bestraft gehört. Null Toleranz! 100% Verachtung!

Das sieht nicht gut aus…

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Eigentlich ist zur Insolvenz von Hertie nicht mehr so richtig viel hinzuzufügen. Die bannende Frage wird sein, ob der Insolvenzverwalter in den nächsten Monaten die „Renovierung“ ermöglichen kann oder ob es ganz düster aussieht. Und natürlich: Wenn renoviert wird, ob Detmold (und Lemgo) zur Entsorgung verdammt sind oder einen neuen Anstrich bekommen. Hoffen wir letzteres, denn wenn Hertie raus mus, welches Geschäft soll in den Klumpen rein, wenn nicht ein Kaufhaus?

Kommentare

Ein beiläufiger Blick in die Kommentarenkiste brachte zu Tage, dass seit Anfang Juli nicht mehr freigeschaltet wurde. Ob die entsprechende Person auch in den Tiefen des Sommerlochs verschollen ist?

Linsengericht

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So heißt nicht nur eine Stadt nordöstlich von Frankfurt. So heißt auch ein Angebot auf dem Detmolder Wochenmarkt, auf das man immer wieder zurückgreifen kann. Vorzugsweise am Samstag, wenn irgendwie alle Detmolder auf dem Markt zu sein scheinen. Schmackhaft und preisrealistisch. Isst du schon oder kochst du noch?

Hab´ ich doch neulich einen Bericht im Fernsehen gesehen über eine Person, die in Kursen Hartz-IV-Müttern und anderen Milchschnitte-Verfechtern das Kochen mit begrenzten finanziellen Mitteln beigebracht hat. Wer nie kochen gelernt hat oder es verlernt hat, kann sich auch schlecht von 3 Euro fuffzig am Tag ein Mittagessen herstellen. Was tun, lieber Staat? Der Gesellschaft flächendeckende Kochkurse aufoktroyieren? Oder den Hartz-IV-Satz verdoppeln, dass sich jeder in dieser Gesellschaft ein warmes und schon fertig zubereitetes Mittagessen auf dem Detmoler Wochenmarkt leisten kann? Was sag´ ich: verdreifachen! Dann gibts ein Zwölferpack Milchschnitte obendrauf. Und das Grundrecht auf Nachtisch wird im Grundgesetz verankert. Das ist der Staat doch seinen Bürgern mindestens schuldig. Unsa Omma schüttelt nur noch den Kopf. Hätte es nach dem Krieg nicht gegeben…

Soundcheck

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Der Soundcheck für die Detmolder Sommerbühne kann beginnen. Um 20.30 Uhr startete diese Openair-Reihe an der Ameide und im Rosental. Dazu heißt es auf der Homepage

„Sommer in der Stadt – ist die Erinnerung an besondere Plätze, an Menschen, an Musik, verschiedene Gerüche, Farben und Stimmungen. Sommer in Detmold sind die Konzerte der Detmolder Sommerbühne – eintrittsfrei und Open Air im Rosental und an der Ameide, die Brücken schlagen zwischen den verschiedenen Musik-Kulturen, kulturellen Eigenheiten und Generationen.Die Mischung aus verschiedenen Musikstilen, auch außerhalb der oft ausgetretenen Pfade der kommerziellen Musikindustrie, ist das Markenzeichen der Detmolder Sommerbühne. So stehen nicht die großen Namen im Vordergrund, sondern die Musik im Spannungsfeld zwischen Tradition und HighTech. Jedes Konzert wird zu einem Unikat.“

Und nächstes Wochenende auch noch „Lippe kulinarisch“. Über zu wenig Angebote kann man sich im August nun nicht gerade beschweren. Und ich dachte schon, in Detmold sei mal wieder total tote Hose…

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Weg isser

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Nanu, wo is denn der Ein-Euro-Shop hin? Weg isser! Hab´ ich gar nicht mibekommen. Das ist ja eine Sensation! Der erste Ein-Euro-Shop in Deutschland, der sich aus der Innenstadt zurückzieht! Die Kapitulation der Ramschware ist endlich vollbracht! Die Renaissance des Einzelhändlers steht bevor. Was für eine Schlagzeile! Der Verdrängungswettbewerb hat sich seit diesem Sommer schlagartig um 180° Grad gedreht und der gut sortierte und hochwertig aufgestellte Einzelfachhandel schlägt zurück. Geiz ist nicht mehr geil, Service, Beratung und Qualität ist angesagt. Reihenweise gehen die Billigketten in den Innenstädten kaputt und selbst Tante-Emma-Läden sprießen wieder aus den Böden wie Champignons im feucht-warmen Humust….