Archiv für den Monat: Januar 2009

Wissen Sie schon…

…wo Sie dieses Jahr Urlaub machen werden?

Man kann sich so langsam seine ersten Gedanken machen: Frühbucherrabatte, die Freude auf den Sommer im derzeit immer noch recht frostigen Winter, oder einfach nur das gute Gefühl, schon im Januar etwas „fest“ zu haben, lässt den ein oder anderen dieser Tage seinen Sommerurlaub planen. So ergeht es auch hermine und mir. Einmal im Jahr muss ich doch runter von meinem Sockel auf der Grotenburg. Sonst rostet meine Rüstung ein. Detmolds Bad Balkonien ist auszuschließen. Wir könnten uns ganz gut mit Nord- oder Ostsee anfreunden. Sylt wirds dieses Jahr aber nicht wieder. War mir zu snobbig letztes Jahr. Und in Zeiten wie diesen muss auf den Cent geachtet werden. Also bleiben wir in Deutschland. Womit wir ganz im Trend liegen,wie auf der Homepage von smavel.com zu lesen ist…

„Deutschland wird als Urlaubsland bei den Bundesbürgern immer beliebter. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV) unter 6.100 Besuchern des Städteportals meinestadt.de. Vor allem an die Strände an Nord- und Ostsee sind gefragte Reiseziele. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt? Diese Redewendung scheinen immer mehr Deutsche bei der Urlaubsplanung zu ihrem persönlichen Motto zu machen. Nach dem Ergebnis der Befragung des DTV verbringen 72,4 Prozent der Bundesbürger die Ferienzeit im eigenen Land. Das sind 6,8 Prozent mehr als noch 2006. Zwei von fünf Befragten wollen dabei im Urlaub zu Hause bleiben, etwa 30 Prozent verreisen innerhalb Deutschlands.“

Schluss? Aus? Vorbei?

Nun scheint es also Wirklichkeit zu werden, was bereits seit Monaten bekannt ist. Hertie plant radikale Einschnitte, um eine Insolvenz zu entgehen. Allein in NRW solle es 12 Kaufhaus-Schließungen geben. Die Namen der Städte werden zwar nicht genannt, in dem folgenden spiegel.de-Artikel vom heutigen Dienstag, aber ich befürchte, so ganz spurlos wird das an Detmold nicht vorbeigehen, und das heißt, naja, Sie wissen schon….

„Von der Arbeitsplatzstreichung betroffen sind 650 der derzeit noch rund 3400 Mitarbeiter des Unternehmens. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Dienstag aus gut informierten Kreisen. Schwerpunkt der Schließungen ist Nordrhein-Westfalen. Dort sollen allein zwölf Warenhäuser geschlossen werden. Am Mittwoch will der Insolvenzverwalter in Essen bekanntgeben, welche Standorte der Warenhauskette erhalten bleiben und welche geschlossen werden.

Die Schließungen sollen voraussichtlich bis Ende März abgewickelt werden. In der Essener Zentrale des Warenhausunternehmens werden nach den Informationen 30 von 125 Arbeitsplätzen gestrichen. Das Unternehmen hat die Beschäftigten für den Dienstagabend an allen 73 Standorten sowie in der Essener Zentrale zu Betriebsversammlungen eingeladen. Zu den Inhalten wollte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage keine Stellung nehmen. Bis zur Übernahme durch Karstadt (heute Arcandor) 1993 war Hertie einer der führenden Warenhauskonzerne Deutschlands. Nach dem Weiterverkauf an einen britischen Investor im Jahr 2005 blieb nur der traditionsreiche Name einer angeschlagenen Firma übrig. Jetzt soll das Unternehmen weiter schrumpfen.

Als Hertie 1993 vom Karstadt-Konzern übernommen wurde, unterhielt das Unternehmen 307 Warenhäuser und Fachgeschäfte sowie Beteiligungen an anderen Unternehmen. Nahezu alle Filialen wurden von Hertie in Karstadt umbenannt.

„Im Sommer 2005 verkaufte KarstadtQuelle 74 kleinere Warenhäuser („Karstadt Kompakt“) an britische Finanzinvestoren. Diese suchten für die Kette den traditionsreichen Namen Hertie aus. Derzeit werden 73 Standorte betrieben. Ende Juli 2008 hatte Hertie aufgrund von Finanzproblemen des damaligen britischen Haupteigentümers Dawnay Day Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter Biner Bähr sucht seitdem nach einem Investor für den Kern des Unternehmens.“

Grunz

Als geborener Randlipper (Westflanke) habe ich den lippischen Ort Kalletal allenfalls mit einem müden und bemitleidenswertem Lächeln zur Kenntnis genommen. Ganz zu schweigen davon, dass ich niemals geglaubt hätte, diesen Provinzort jemals überhaupt zu Gesicht zu bekommen. Als Neu-Detmolder bin ich der Sache zwar inzwischen rein geografisch etwas näher gekommen, aber ein Besuch im lippischen Osten? Undenkbar! Das hat sich heute geändert. Und das, obwohl mich ständig dieses Gefühl beschleicht, allein schon der Vorhut der Provinz ständig entkommen zu müssen (was mir werktags glücklicherweise immer gelingt). Dennoch, heute habe ich mich tatsächlich mit Familie in die Ort gewordene Provinz begeben, nach Kalletal!!!

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Und ich muss sagen, gar nicht mal so schlecht. Die Menschen gehen aufrecht. Es gibt Tankstellen. Und der Benzinpreis ist der gleiche, wie in Detmold. Die Straßen sind gut ausgebaut, ok…lassen wir das…

Hermann junior macht zur Zeit Tierlaute nach. Und was liegt da näher, als an einem Sonntag dieser Güte und dieser Wetterqualität in einen Tierpark zu fahren. Die meisten haben zwar in den Wintermonaten zu, aber immerhin, der Tierpark Kalletal hat geöffnet. Insgesamt war es ein netter Besuch, sehr naturbelassen das ganze Gehege, ein wenig abgewrackt vom Gesamterscheinungsbild (vor allem das Restaurant/Cafe – das fällt bald in sich zusammen), aber dennoch, irgendwie ganz schnuckelig. Vielleicht wird ja auch für die kommende Sommersaison noch mal kräftig aufgehübscht.

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Der Chef vom Ganzen, ein promovierter Tierarzt, nimmt unterwegs das Eintrittsgeld entgegen und schaut nach seinen Füchsen. Die Tiere machen einen ganz normalen Eindruck, soweit ich das als Laie einschätzen kann. Die Luchse waren sehr agil, der Leopard recht faul, und der Affe hat mir doch glatt die Zunge rausgestreckt, als ich ihn in ein Gespräch verwickeln wollte. Hermann junior hats genau so gefallen. Er hat jetzt mindestens noch fünf weitere Tierlaute dazugelernt. Und die muss Papa hermann – wie kann es anders sein – jetzt zuhause zusätzlich vormachen. Quik, quik? Grunz, grunz!

Niemals geht man so ganz

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Nun ist es also so weit. Der Toom-Markt schließt seine Pforten. Adieu, du Unternehmen der REWE-Gruppe. Schreib uns mal ´ne Karte aus der großen weiten Welt. Und sag uns, wie es dort aussieht. Hier schließt ja bekanntlich ein Laden nach dem anderen. Auch wenn du nicht mehr alle Tassen im Schrank Waren im Sortiment hast, kaufe ich nächste Woche noch gerne bei dir ein. Auch weil du so geile Öffnungszeiten hast. Obwohl, deine kleine Schwester, der Rewe in Heiligenkirchen, hat ja auch inzwischen bis 22 h geöffnet . Da ist dann zwar niemand mehr, aber es ist trotzdem schön, so spät einkaufen zu können. Servus, du Supermarkt. Winke, winke…

Dicke Dinger

Wer fährt heute eigentlich noch einen SUV?

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Wie uncool ist das denn?!?! Understatement ist angesagt, liebe Freunde. Die Zeiten der spritfressenden Privatpanzer fangen langsam an, vorbei zu sein. Auch wenn sich der Rohölpreis im Rahmen der Finanzkrise wieder abgeregt hat – der Trend zum energiesparenden Auto ist nicht mehr zu stoppen. In den USA stehen sie quasi auf Halde, die ganzen Monster-GMs, Fords und Chryslers. Und auch wenn im Zusammenhang mit der Reform der Kraftfahrzeugsteuer heute der Vorschlag aufkam, Entlastungen für Spritschlucker zu gewähren, wird auch das nur ein Strohfeuer in die falsche Richtung sein. Wir werden es uns auf Dauer nicht leisten können, Energieverbauch und CO2-Ausstoß freien Lauf zu lassen. Und das nicht nur in Detmold. Wetten?

Glättegefahr

Vorsicht, liebe Autofahrer, in den frühen Morgenstunden. Auf meinem Weg in den westfälischen Süden kam ich heute kurz vor der Gauseköte an einer Kurve vorbei, aus der es einen Golffahrer geschleudert hatte. Schnee und Eis hatte die Fahrbahn in ein rutschiges Etwas verwandelt. Heimtückisch, denn nach der großen Schneeschmelze ist man ja gedanklich fast schon auf so etwas wie Frühling aus…

und dann war da noch…der Zeitungsartikel aus der LZ zu oben erwähnter Beobachtung.

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Schietwetter

Zum Wetter ist dieser Tage glaube ich nicht viel zu sagen. Nass, kalt, ekelig. Da habe ich auch keine Lust, die Kamera ruhig zu halten, beim Abendspaziergang. Bevor mir die Finger einfrieren, kurz mal draufgehalten. Auf den Stadtring in Lippe town. Kann nur besser werden.

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Lang ists her

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Habe ich mich doch heute abend glatt mal wieder in einer Schaufensterscheibe gesehen. Und wurde daran erinnert, welch´ Heldentaten ich vor nunmehr 2000 Jahren vollbracht habe. Dieses Jubiläum wird dieses Jahr nur wegen mir gefeiert. Die Jugendherberge in Detmold ist ausgebucht, mich gibts auch als leicht abgewandelte Comicfigut in klein zu kaufen – ich bin in aller Munde. Mit stolzer Brust strecke ich mein Schwert so hoch ich kann in den Himmel. Und gebe den Lippern damit ihrerseits ihren Stolz. Und wenn dann auch noch ein Prof aus Hannover in Bielefeld an der Uni einen Vortrag hält, dass die Schlacht, in der ich mit meinen Mannen den Varus geschlagen habe, NICHT in Kalkriese stattgefunden haben kann, stört mich auch der lippische Landregen auf der Grotenburg nicht mehr…

Hats geschmeckt?

„Ja, danke, war sehr gut…“

So oder so ähnlich heißt es täglich in tausenden Restaurants in ganz Deutschland. Wer sich vorab ein Bild über das Restaurant seiner Wahl machen will, kann dies u.a. im Internet tun. Auf restaurant-kritik.de und anderen Bewertungsportalen kann man einen mehr oder weniger objektiven Eindruck bekommen, wie es denn so schmecken wird. Die Lokale in Detmold sind zwar in dem genannten Portal noch nicht all zu eifrig bewertet worden, aber interessant ists schon. Vor allem, wenn man in dem ein oder anderen selbst schon mal gegessen hat.

Neben der Schmackhaftigkeit der Speisen wird dort u.a. die Sauberkeit und der Service bewertet. Dazu fällt mir die geile Frage der Bedienung aus dem Brauhaus ein, die uns heute nacht um 0.25h fragte:“Will noch einer einen Kaffee oder Kakao, weil sonst kann ich nämlich schon mal die Maschine sauber machen…?“.

Sensationell. Ich hab´ echt nur gedacht:“Mädchen, pass mal auf, du kannst mich gerne fragen, ob ich noch einen Kakao trinken will. Aber euer Saubermach-Zeitmangement interessiert mich nicht. Und wenn mir einfällt, dass ich um fünf vor eins noch einen trinken will, dann machst du mir um fünf vor eins noch einen! Ok?…“

Das Objekt des Zorns

Kear, kear, kear, hab´ ich heute einen von hermine über´n Deez gekricht. Schwigavatta kommt. Und der isst Kuchen. Hermann also los, Kuchen besorgen. Vorher noch einen fetten Einkaufzettel mit allerlei Lebensmittelchen plus Kuchen drauf.

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„Jo, nimm mal so gedeckten Apfelkuchen. Das isst er ganz gerne“, meinte herminchen noch. Ich also zum Bäcker, dessen Name mal an dieser Stelle nicht veröffentlich werden soll. „Aber kauf das Brot nicht bei xxx, das ist immer so trocken da“. „Ok“, dachte ich, das Brot schnell in der Stadt besorgt, und dann die Einkäufe gemacht. Am Ende der Kasse entdeckte ich den Bäcker, bei dem ich auf keinen Fall das Brot kaufen sollte. „Naja, der Kuchen wird wohl soo schlecht da nicht sein. Beim Backen kann man ja eigentlich nicht viel falsch machen. Vor allem nicht bei einem Streuselkuchen (ohne Apfel)“, dachte ich mir in meinem jugendlichem Leichtsinn. Ich fand, das ist eine ähnliche Kategorie, wie dieser Dingenskuchen da mit Apfel. Gesehen, gekauft.

Zu Hause angekommen gings los. Aber Holla die Waldfee….

Details erspare ich mal an dieser Stelle. Jeder kann sich vorstellen, wie eine Standpauke aussieht. Bzw. sich anhört. Denken Männer eigentlich anders als Frauen? Wenn ich das BROT nicht bei dem Bäcker kaufen darf, muss der KUCHEN ja nicht gleich schlecht sein. Findet hermann zumindest. Auch wenn Schwiegavatta ihn nicht isst, ich werds gleich mal kosten…

wieder da

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Hossa! Da ist es wieder aufgetaucht, das kleine Ladegerät für meine kleine Taschenkamera, mit der ich stiekum heimlich in Detmold immer Fotos gemacht habe. Die Marke der Kamera wird natürlich nicht verraten;-), wäre ja Schleichwerbung. Seit Monaten jedenfalls suche ich nach dem Teil, und ich hatte es fast aufgegeben. Bis ich auf der gestrigen Autofahrt nach Detmold zurück noch mal ganz systematisch alles durchgegangen bin. Um dem geneigtem Leser diese ganzen Gedanken zu ersparen, kürze ich ab: In der Außentasche des Koffers lag das Teil. Wahrscheinlich bei irgendeiner Reise da reingesteckt und nie wieder dran gedacht. Hauptsache wieder da. Denn das war letztlich auch ein Grund für die nachlassenden Beiträge auf diesem Blog. Mit einer fetten Spiegelreflex lässt sich eben nicht immer alles so schnell und spontan festhalten.

Turbolader

Blauer Qualm kam neulich aus dem Auspuff meines Autos. Ein Blick in den Rückspiegel nach dem Anlassen verhieß nichts gutes. Eine blaue Wand, so weit das Auge reichte. „Oh Schreck“, dachte ich, „der Turbolader“. Ich abends sofort zu hermine hin, und habe ihr berichtet. „Du Schatz, ich befürchte, an unserer schwedischen Familienkutsche ist ein entscheidendes Teil kaputt“. „Was denn?“, meinte sie. „Naja, das was der Karre den letzten Kick gibt, was mich zum Mann macht, ja, was aus mir gar eine potente Sau macht!“ „Aha? Was soll das denn bitteschön sein?“, fragte hermine. „Unser Turbolader, Mensch!“ Die kraftstrotzende Muskelmasse, die dich beim Gasgeben in den Rücksitz presst. Das Technik gewordende Energiepaket, das es dir auf der Straße so richtig besorgt.

Besorgt fuhr ich gleich am nächsten Tag zum Autohändler ihres Vertrauens, der mir keine Hoffnung machte, dafür aber einen Kostenvoranschlag. „Solche Dinger hamwa auf Laga.“ Na, schön, das macht es leider auch nicht billiger. Und 9 Jahre ist mein Auto auch noch nicht alt, sonst hätte ich mich doch evtl. sogar zur 2500 Euro-Prämie der BundesregierungdemihresKonjunkturpakets durchgerungen. Nix da, den lippischen Hagelschaden habe ich auch schon wegmachen lassen. Die Karre muss jetzt noch ein bisschen halten. Nach knapp eins drei Eurönchen kann ich wieder richtig Gas geben. Und mich nach diesem „saure Gurken Monat“ bald bei Peter Zwegat melden.

Detmolder Triumvirat

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Dieses auf dem Foto hat zwar nichts mit Politik zu tun, und Caesar würde sich wohl die Schenkel klopfen über diese sinnlosen Zeilen, aber ein schöner Anblick ists schon. Bei dem herrlichen Winterwetter macht es echt Spaß, die Umgebung mit der Spiegelreflex festzuhalten. Die Detmolder Marktkirche als mächtiges Bollwerk, der fast letzte verbliebene Baum und die schlanke Straßenlaterne, die von links ins Bild geschossen kommt. Nun denn.

Deutlich mehr als drei Personen bzw. Tiere waren am Schlossgraben im letzten verbleibenen Wasserloch zu entdecken. Eine ganze Ansammlung, quasi eine Gruppierung tat sich auf. Einmal „Natt, natt, natt, natt!“ gerufen, und die ganze Schar kommt angeschwommen. Wahrscheinlich sind die Mägen leer. Bald habt ihr wieder mehr Auslauf! Und dann findet ihr auch wieder was zu essen…

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Aus die Maus

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So langsam aber sicher gehen die Lichter aus in Detmold. Nun macht der Fuchsbau dicht und dies veranlasst die LZ zu einem Kommentar in ihrer heutigen (7.1.09) Ausgabe über den oberen Teil der Langen Straße. Eigentlich könnte man ja auch über den unteren Teil der Langen Straße diskutieren. Tut sie ja auch. Steht dort schließlich die nicht vorhandene Lustgalerie und wartet auf nicht warten wollenden Investoren. Fahren wir jetzt demnächst ins Industriegebiet, um einen Hamburger zu essen? Oder macht der nächste Ein-Euro-Shop im unteren Teil von C&A auf. Wie, das wussten Sie noch nicht? C&A schließt! Ist zwar noch nichts beschlossen, kann aber nicht mehr lange dauern. Genau so wie der noch nicht mal vor einem Jahr eröffnete Hummel-Shop in der Bruchstraße. Auch hier kommt ein Ein-Euro-Shop rein. Oder ein Handy-Laden. Oder eine Back-Factory. Oder nichts. Leerstand in der City. Auf, auf ihr Touristen im Varusjahr, herzlich Willkommen in der Wunderschönen!

Rutschgefahr

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Selten erreiche ich diese Geschwindigkeiten, mit Winterschlappen schon gar nicht, und bei diesen Temperaturen gleich schon mal überhaupt nicht. Mag es aber doch den ein oder anderen geben, der die Gauseköte auf Teufel komm raus hochjagt, auf der Suche nach dem Kick.

Es wird ja viel geschrieben dieser Tage über den Frost. Der Ententeich ums Schloss rum wird nicht freigegeben, da die Schneedecke ein befriedigendes Zufrieren verhindert, neue Kälterekorde werden täglich gebrochen und der ein oder andere ist sogar schon aufgrund der Kälte umgekommen. Heizungsrohre frieren ein, und die Gaszufuhr aus Russland ist eingestellt worden. Halten Sie durch und sich selbst warm, am Wochenende gehen die Temperaturen rauf.

Bauzaun, die Zweite

Ein Blick auf die Webcam der Stadt Detmold auf den Marktplatz zeigte, dass die Kamera ihr kleines technisches Problem in den Griff bekommen hat. Irgendwie war das letzte Bild (von kurz nach Weihnachten) seit zwei Wochen unverändert. Heute jedoch blickt man auf die letzten Bauzäune rund um das neue Pflaster. Dem Frost und Schnee, der in den letzten Tagen Einzug gehalten hat, nach zu urteilen, werden die Bauzäune wohl auch noch ein Weilchen stehen bleiben. Das ist dann die klassische saure Gurkenzeit des Baugewerbes.

Bauzaun

Auf meiner Fahrt durchs winterlich verschneite Detmold bin ich heute an in diesem Kleinod vorbeigekommen. Wenn man Glück hat, steht die Ampel auf rot und man kann sich des Antlitz dieses alten Kruges für ca. 60 sec. erfreuen. Detmold at it´s best…

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Einbruchversuch

…ach, und noch was konnte hermännchen heute abend entdecken. Eine zertrümmerte Scheibe an einem Juweliergeschäft in der Innenstadt samt einer kleinen Botschaft der Inhaber an potenzielle Kunden. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Ich meine, immerhin ist hier versucht worden, einzubrechen. Dafür finde ich, nehmen es die Leute aber sehr arg locker…nun denne…

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(Offensichtlich ist in der Wirtschaftskrise zumindest eine Ersatz-Panzerglasscheibe nur sehr schwer aufzutreiben, da sich hier schon wenn ich mich nicht irre seit Wochen ein Sprung im Glas befindet)

Wochenend

Obgleich die Feiertage nun endgültig erstmal vorbei sind, fand sich heute am Lippemarkt kaum ein Parkplatz, geschweige denn ein freier Einkaufswagen. Offensichtlich musster der Detmolder seine Haushaltsvorräte hamstermäßig wieder auffüllen, um auch noch durch die bevorstehende Kältekriseperiode zu kommen. Der Laden hat den Vorteil, nicht ganz so groß zu sein und damit möglichst schnell an seine lippische Stracke aus der Pieperedition und seinen Kasten Detmolder zu kommen.

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Abends gings dann leckerchen zum Restaurant der Wahl. Vorbei an der Krummen Straße, die so aussieht, als ob die Weihnachtszeit gerade erst bevor steht.

Ein ganz normaler Samstag, an einem (fast) ganz normalen Wochenende. Denn: noch sind Ferien. Aber nächste Woche beginnt wieder der Ernst des Lebens.

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Wechselwillig?

Neues Jahr, neues Glück. Da wir uns ja bekanntlich seit 2 Tagen mitten in der Krise befinden, erscheint es doch auch mal ganz angebracht zu schauen, die Taler zusammen zu halten und nicht nur für Champagner auszugeben.

Schon mal drüber nachgedacht, den Stromanbieter zu wechseln? Damit in dieses monopolartige business ein bisschen Bewegung kommt, können Sie ja mal den Stadtwerken sagen, dass Ihnen das alles zu teuer ist und auf check24.de eine mögliche Alternative suchen. Bis zu 289,- Euro sparen bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.600 kwh. Aber vorsicht, der Vergleich sollte sehr sorgsam ausfallen, damit man keine bösen Überraschungen erlebt. Dennoch, das kan sich lohnen…

Prosit Neujahr

Allen Detmoldern und denen, die es noch werden wollen, ein frohes neues Jahr!

2009. Das Jahr der angekündigten Krise. Sensationell. Können wir das Jahr nicht einfach überspringen, wenn wir heute schon wissen, dass alles ganz, ganz schlimm wird? Oder wir gehen ab heute in den Keller und erschießen uns. Genial fand ich auch den Vorschlag eines der Wirtschaftsweisen oder irgendeines anderen Institutes, keine Prognosezahlen, Barometer und Stimmungsbilder zu zeichnen, um einer Sich-selbst-erfüllenden Prophezeiung vorzubeugen. Ganz ehrlich? Der erste wirklich gute Vorschlag, den ich seit Monaten in der Presse zur Wirtschaftsflaute gelesen habe!

Aber nix da, ich habe einen noch besseren Vorschlag. Wie wäre es mal mit einem Vergleich der ganz besonderen Art zum neuen Jahr: Champagner-Test im Preis-Leistungsverhältnis! Wie ich finde, eine in diesen Zeiten passende und geschmackvolle Art und Weise, der Krise entgegen zu treten. Und wie die Umsatzzahlen des Einzelhandels vom Weihnachtsgeschäft aussehen, eine ziemlich aktuelle hinzu. Haut die Kohle raus, dass die Schwarte kracht. Und ihr könnt euch eure Krise schenken.

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Also, legen wir los: Der gute alte Markenchampagner schlägt mit etwas mehr als 30 Euro die Flasche ziemlich dicke ins Portmonaie (Halt, Moment, wir wollten ja nicht aufs Geld schauen…). Also, für die Flasche muss man 30 Euronen berappen, die Perlung bei Einfluss in die Mundhöhle ist überragend und im Abgang mild bis aufregend. Einen Schädel bekommen Sie davon selbst nach der 3. Flasche nicht und magenfreundlich ist er obendrein. Prädikat: wertvoll.

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Die Aldi-Variante mit dem nach der 3. Flasche ziemlich unaussprechlich gewordenen Namen „Veuve Durand“ kommt mit ca. 14 Euro ziemlich günstig daher. Die Perlung im Hals-Nasen-Rachen-Bereich ist nicht ganz so fein, wie beim anderen getesteten Objekt, reicht aber immer noch für ein wertvolles Prädikat. Der Abgang ähnlich stiekum wie beim Moet. Man könnt meinen: Es ist Moet. Keine Ahnung, schmeckt jedenfalls auch gut.

Fazit: Testsieger ist von den meisten Kriterien auf jeden Fall der Aldi Champagner, da er preislich deutlich unter den anderen Testobjekten liegt und denen geschmacklich in nichts nach steht. Da aber das Jahr der Krise ansteht, verzichten wir mal auf billig und entscheiden uns für die Teuervariante als Testsieger. Prost.