Archiv für den Monat: Februar 2009

Wundert wen noch irgendwas?

Ist Ihnen eigentlich auch schon mal die Hutschnur, der Kragen oder die Galle geplatzt, wenn Sie einen Blick auf die Wirtschaftskrise werfen? Teufelsbraten! Ich muss mich echt bald entmedialisieren und in den Wald ziehen, wenn ich diesen Wahnsinn noch aushalten will.

Was glauben eigentlich die Banken, wer sie sind? Bzw., wie blöd sind unsere Merkels, von Beusts und wie sie alle noch heißen eigentlich? Werfen einer bankrotten Landesbank Milliarden in den Rachen und haben in keinster Weise kapiert, was hier gerade abgeht in diesem Land. Geschweige denn, dass auch nur ein Entwurf eines Konzeptes vorliegt, wie mit dieser Krise auch nur einigermaßen vernünftig und maßvoll umzugehen ist. Die Banken selber nutzen die Leitzinssenkungen der EZB schamlos aus, um sich gesund zu stoßen. Gleichzeitig machen sie dem Kunden weiß, dass sie ganz arm dran sind und den Guthabenzinssatz aus gleichem Grund auch gleich mal senken müssen. So gesehen auf meinem Kontoauszug…

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Für wie bescheuert halten die eigentlich ihre Kunden? Wenn ich mich nicht ganz irre, dient die Leitzinssenkung dazu, dass sich Banken günstiger Geld leihen können, um es an Kunden ebenfalls günstiger verleihen zu können respektive geliehenes Geld vom Kunden höher verzinsen zu können. Nicht wahr? Jetzt hat dieses Bank also AUFGRUND der Leitzinssenkung ihren Guthabenzins gesenkt. Hallo? Müsste es nicht heißen: TROTZ der Leitzinssenkung haben wir leider ihren Guthabenzins senken müssen….

Ganz ehrlich: Verarschen kann ich mich selber! Und ich wette, die meisten Kunden merken es noch nicht mal, dass sie gerade verarscht werden. Die Bankenwelt macht gerad´ mal da weiter, wo sie letztes Jahr aufgehört hat.

Was hält diese Gesellschaft eigentlich noch zusammen?

Da fällt einer Supermarktkette in Berlin nichts anderes ein, der seit 31 Jahren angestellten Kassiererin zu kündigen, weil sie Wertbons im Wert von 1,30 Euro eingesteckt haben soll, was nicht 100%ig erwiesen ist. Und findet keine ander Lösung, als die verdiente Mitarbeiterin zu entlassen? Wo sind die verantwortlichen Führungskräfte in diesem Unternehmen? Wo ist die Führungskultur in diesem Unternehmen? Zieht der Frau die Ohren lang und steckt sie bis zur Rente in die Wareneingangskontrolle. Fertig!

Da übernimmt sich eine stark geschminkte Frau aus Süddeutschland an der Übernahme eines Automobilzulieferers und bettelt den Staat um Milliardenhilfe an. Und das ganze noch öffentlich heulend auf einer Demonstration zum Erhalt ihres Unternehmens zusammen mit ihren Mitarbeitern! Wie kackendreist ist das eigentlich??? Rück´ deine verdammten scheiß´ Milliarden aus dem Privatvermögen raus, und bettel nicht unsere Angie an, die deinem Augenklimpern wahrscheinlich eh´ nicht wiederstehen kann. Verantwortung zu übernehmen heißt auch, seinen eigenen Beitrag zu leisten. Mann, ist das abartig.

So! Bevor ich jetzt hier zum Sozialisten werde, hör ich mal besser auf, reg´ mich ab und blog´ demnächst wieder über was anderes….

Kommunikation

Man sagt dem Ost-Westfalen ja nach, dass er nicht besonders redefreudig sei. Man kennt sie eigentlich zu genüge, die Vorbehalte und wahrhaftigen Unterstellungen, die so kursieren. Trifft dies eigentlich auch für den schreibenden Ostwestfalen zu, wenn er denn schon nicht reden will?

Es war nicht mehr als eine Arbeitshypothese, wurde aber beim Besuch des Detmold-Forums sofort bestätigt: Tote Hose, und das seit letztem Jahr. Offensichtlich ist Lippe Detmold auch im Netz nicht all zu gesprächig oder noch nicht ganz mit DSL vernetzt.

Ganz witzig und stylish gemacht ist übrigens die Sonderausgabe von brand eins Neuland über OWL, die bereits letztes Jahr erschienen ist. Da schreibt zwar nicht der Ostwestfale, man aber über ihn…

FuBaBuLi

Nach dem fulminanten Auswärtssieg des FC Kölle bei den Bayern ist die deutsche Fußballwelt ja wieder in Ordnung. Zumindest aus mehrheitlicher Sicht aller Fans nördlich der Main-Linie. Hauptsache die Bayern geschlagen, egal wer es macht.

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Klein hermann spielt auch jeden Tag Fußball. Marmelade gegen Wurst. Verzeihung: Wuarst, um beim westfälischen zu bleiben. Nach jedem Spiel erinnert der Tisch und der ihn umgebende anderthalb Meter breite Einschlagskrater häufig einer leeren samstäglichen Dortmunder Südtribüne gegen 17.45Uhr. Warum Brothappen essen, wenn man sie auch werfen kann? Vorzugsweise die mit Marmelade belegten. Und die landen dann – Sie kennen die Gesetze von Murphy – mit der belegten Seite nach unten…

Häppchen gibt es ja auch auf der neuen Tribüne der Schüco-Arenea unserer (oder zumindest meiner) geliebten Arminia. Nur leider isst die dort keiner, da dort keiner ist. Ob das jetzt nur an den zu hohen Preisen liegt, weiß ich nicht genau. Vielleicht zieht Arminina auch einfach nicht mehr als 20.000 Zuschauer durchschnittlich. Nach dem gestrigen Unentschieden gegen Bochumski und der beginnenden Aufholjagd der Abstiegskonkurrenz schwant mir schon wieder Böses: Der nächste Abstieg in die Bedeutungslosigkeit der 2. Liga. Als schmerzerprobter Fan werde ich mich aber auch daran gewöhnen, wie ich es schon seit über 25 Jahren tue…oder am Ende des Tages mich wieder einmal überraschen lassen, vom Ostwestfalens Gloria.

Samen Bestellschein

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Das Leben ist irgendwie urkomisch.

Heute habe ich auf dem Weg nach Hause im Radio gehört, dass unsere Bundesfamilienministerin den neuen Familienreport präsentiert hat. Haupt-Message war u.a., dass die Geburten in Deutschland steigen. Und gleichzeitig liegt bei hermann zu hause seit dem Wochenende ein Samen-Bestellschein auf dem Wohnzimmertisch…

Das hat mich dann doch etwas nachdenklich gestimmt. Vielleicht hat hermine da ihre Finger im Spiel? Ob sie sich ein zweites Kind wünscht? Und das sofort?!?! Vielleicht war der Valentinstag für sie aber auch so eine Art Initialzündung und der Bestellschein ist eine Anspielung?

Oder ich liege völlig falsch, und sie ist eigentlich sauer auf mich! Genau, und sie will eigentlich von dem Besitzer des Gartenbedarfscenters ein Kind!!! Und bestellt bei dem einen Samen… wer weiß…ich meine, bei diesem Bestellshop kannste ja eigentlich nur Gartenbedarf bestellen, so dass ich mir wahrscheinlich dann am Ende des Tages doch keine Sorgen machen brauche. Aber merkwürdig ists schon…

Genossen

Ja, ja, die große Berliner Politik-Bühne hält doch immer wieder die ein oder andere Überraschung bereit. Eigentlich halte ich mich mit Blogeinträgen über politische Geschehnisse in Berlin auf diesem blog lieber zurück. Zu breit wäre das Feld, über das man sich aulassen könnte. Zu wenig klar sind die wirklichen Zusammenhänge und Hintergründe, um darüber einigermaßen sinnvoll und seriös zu schreiben. Und außerdem wird dieses Thema ja im Nachbarstadt-Blog mit unnachgiebiger Penetranz abgedeckt.

Die Detmolder Politik-Bühne erscheint da doch etwas beschaulicher im Gegensatz zur Berliner. Und unser Detmolder Hochwürden ist für die aufsteigende Partei des Jahres immerhin auch vereten. Neulich erschrak ich mich, als ich an der „PolitbüroParteizentrale“ der Detmolder SPD vorbeikam ob des scheinbar uralten und im Schaufenster vergessenen Plakates. Kurt Beck, bist du es? Was war mit Gaz Gerhard geschehen? Schönheits-OP? Verjüngungskur? Mir stockte für einen kurzen Augenblick der Atem. Nee, nee, die hatten da einfach nur ein paar Antlitze von alten und jungen Genossen zusammen abgebildet und damit für die soziale Mitte geworben. Fehlte nur noch das lippische Urgewächs Frank-Walter. Sie wissen, der demnächst zweiter lippischer Kanzler werden will. Oder so ähnlich…

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Von allem etwas…

Nein, hiermit meine ich nicht das Pflasterstein-Design der Detmolder Fußgängerzone – der Flickenteppich hält inzwischen – das neue Marktplatzdesign mit einberechnet – ca. 15 Variationen bereit. Sondern das Detmolder Sonntagswetter war doch mal wieder sehr unbeständig. Beim nachmittäglichen Spaziergang kam einem dann auch so ziemlich alles entgegen, was Petrus in seinem Repertoire in diesen Jahreszeiten hat: Sonne, Schneeregen, Schnee, Wind etc.

Eher ungemütlich zum Spazierengehen. Daher wards auch nur ein kurzes Intermezzo an der frischen Luft…

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Baustelle Detmolder

Bei meinem gestrigen Friseurbesuch in der freundlichen Baustelle am Teutoburger Wald kam ich an der Baustelle überhaupt vorbei, der Detmolder Straße. Die wichtigste Einfallstraße der Metropole Ostwestfalens ist seit einiger Zeit Großbaustelle und wird bis zur Endhaltestelle Sieker renoviert. Und das war bitter nötig, wie der ein oder andere Detmolder wohl auch aus eigener Erfahrung berichten kann, wenn es ihn denn mal aus der Wunderschönen in die Größte OWLs gezogen hat. Ganz früher hieß die Straße mal Sieker Weg, dann wurde sie Detmolder Chausse umbenannt bis sie schließlich ihren heutigen Namen erhielt. Fehlt nur noch die Renovierung der anliegenden Häuser, die in ca. 70% der Fälle inzwischen genau so abgewrackt aussehen, wie die Straße selbst. Nur der Name ist glanzvoll, wie eh und je…;-)

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Was umsonst?

Sie kennen ja den alten Kalauer über den Lipper an sich. Dieser ist eingeladen auf einer Grillparty außerhalb des Fürstentums. Was bringt man da so mit? Der Niedersachse bringt einen frischen Gurkensalat mit, der Münsteraner einen saftigen Schinken, der Rheinländer bringt ein kleines Fässchen Bier mit, und der Lipper bringt seinen Schwager mit…

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Irgendwie hatte ich am Samstag auf dem Wochenmarkt den Eindruck, als gäbe es da was umsonst? Winterschlussverkauf der Bratwurst? Pommes mit 80% Rabatt? Oder ein belegtes Mettbrötchen zum Probierpreis. Keine Ahnung, mussten ganz schnell weiter, weil hermännchen die Finge einfroren und das Mittagessen fertig war. Auffällig war sie jedenfalls schon, die lange Schlange. Oder: ganz normaler Wahnsinn auf dem Wochenmarkt?

Das Brötchen am Sonntag

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Das Sonntagsbrötchen kommt bei uns wie immer von unserem Bäcker des Vertrauens, dem Engel aus Höxter (mit Filialen in Detmold). Schlanki ist sein Name. Innen frisch und saftig, außen knusprig cross. hermann und Familie hat schon einige Bäckereien ausprobiert, hat schon die ein oder andere Schrippe und Semmel gegessen. Aber dieses Brötchen ist unerreicht. Unübertreffbar. Etwas besseres habe ich bisher nicht gegessen. Da lege ich mich an dieser Stelle definitiv fest.

Die anderen Produkte aus dem Hause sind nicht minder schlecht. Aber ein Schlanki ist ein Schlanki (obgleich der Name etwas gewöhnungsbedürftig ist). Gewiss, es gibt auch andere gute Bäcker in Detmold, aber dieses Brötchen plus freundliche Verkäuferinnen – das ist Championsleague.

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