Archiv für den Monat: März 2009

Wundert wen noch irgendwas Teil 2

Gelesen heute auf spiegel online:

Berlin – Georg Funke erhöht den Druck auf seinen ehemaligen Arbeitgeber: Der Ex-Chef der von der Pleite bedrohten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) hat das Institut laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung auf Gehaltszahlungen in Millionenhöhe verklagt.

Demnach hat Funke zunächst auf die Weiterzahlung von zwei Monatsgehältern in Höhe von rund 150.000 Euro geklagt. Nun will er offenbar vom Landgericht München klären lassen, ob sein bis September 2013 laufender Vertrag weiter gilt (Az: 5 HKO 2683/9). Ein Gerichtssprecher sagte: „Herr Funke will feststellen lassen, dass sein Anstellungsverhältnis nicht aufgelöst ist und die Ruhegehaltszusage nicht widerrufen wird.“

Der Zeitung zufolge würden sich allein die Gehaltszahlungen auf rund 3,5 Millionen belaufen. Hinzu kämen vertraglich zugesicherte Pensionsansprüche von 560.000 Euro im Jahr. Diese Ansprüche würden sich bei einer angenommenen Laufzeit der Pension von 15 Jahren auf weitere 8,4 Millionen Euro belaufen.

Dabei steht der Immobilienfinanzierer am Rande des Zusammenbruchs. Nur Finanzhilfen von Steuerzahlern und Banken in Höhe von rund 102 Milliarden Euro haben die HRE bisher vor der Pleite bewahrt. Funke selbst war im Oktober 2008 zurückgetreten. Der neue Aufsichtsrat hatte den Manager im Dezember wegen angeblich gravierender Fehler nachträglich fristlos gekündigt.

Funke galt vielen als maßgeblich verantwortlich für die Krise der Bank. Zuletzt hatte der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff ein härteres Vorgehen der Justiz gegen das ehemalige Management der HRE gefordert. „Eine pflichtwidrige Vernichtung von Kapital ist eine Straftat“, hatte Wulff gesagt. Er erwarte von den Strafverfolgungsbehörden, dass die verantwortlichen Vorstände und Aufsichtsräte der Hypo Real Estate jetzt vernommen würden.

Kein Kommentar…

Fernsehen am Donnerstag

Hermine nicht zuhause, hermann junior schon im Bett, hermann lecker vor´m Fernseher. So sieht der Donnerstag aus.

Ich habe es gewagt, ich habe Germany´s next Top Model gesehen. Natürlich, normalerweise gucke ich das nicht, wie sonst auch niemand. Aber heute war ich allein zuhause, und niemand muss ja mitbekommen, dass ich das geguckt habe…

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Was mich gewundert hat, ist, dass Larissa, ihreszeichen Austria´s Next Top Model, mit beim deutschen Wettbewerb dabei ist. Per Sonderticket. Ist Österreich jetzt von Deutschland anektiert worden oder warum gibt es dieses Sonderregel? Mischt die Mädels da auch gleich mal so richtig auf. Die spargelbeinige hysterische Stutenbissigkeit mit Hang zum Zickenalarm in persona non grata Tessa geht ja auch irgendwie gar nicht. Peinlich, peinlich, peinlich. Bilig, billig, billig. Aber damit passt sie in die Zeit…

In der Werbepause bin ich dann zu den öffentlich rechtlichen umgeswitcht, um mein Gewissen zu beruhigen. Obwohl ARD und ZDF ja auch immer boulevardistischer werden. Was sah ich, als ich eines meiner liebtsten Hobbies nachging, dem Zappen im Videotext? Eine mal wieder so unglaubliche Geschichte, dass es einem nur noch die Sprache verschlägt…

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Kinners, es ist ja so grottenschlecht, dass man irgendwann anfängt zu verzweifeln. Morgen abend werde ich definitiv bügeln, Arte schauen oder mich als Intendant bei 3Sat bewerben. Ach ja, oder als Mönch ins Kloster gehen.

Wie schade….

Städte verändern sich.
Die Frage, was aus „good old Detmold“ geworden ist, muß gestattet sein.

Vor ein paar Jahren bin ich, der Liebe wegen, von Detmold Richtung Schieder gezogen.
Wenigstens einmal in der Woche, komme ich „auf Besuch“…zu Muttern essen;-)

Jedesmal…und ich meine wirklich jedes verdammte jedesmal, hat sich wieder irgendetwas verändert, will sagen „aufgelöst“.

Ein Beispiel??
Die alte Turnhalle der alten Paulinschule an der Bielefelder Straße….weg.
Klar, den Bundesjugendspielen von vor 30 Jahren trauere ich sicher nicht nach, aber doch einigen anderen Erinnerungen.
Ein Beispiel hierfür??
Nun, da wäre zum Beispiel meine damalige Lehrerin…nennen wir sie mal Frau I. .
Frau I. hat irgendwann mitbekommen, das ich Münzen aus aller Herren Länder sammle.
Sie erzählte, das auch sie allerhand „Urlaubsgeld“ gesammelt habe und wir ja nach den Ferien tauschen könnten. Den ganzen Urlaub freute ich mich darauf.
Irgendwann, nach den Sommerferien 1977, saßen wir in dieser Turnhalle auf dem Boden und haben die „Beutestücke“ aus dem Urlaub begutachtet.
Mir fielen ihre Münzen aus Dänemark auf…Oere mit `nem Loch drin..nie vorher gesehen.
Frau I.`s Augenmerk fiel auf meine britischen Pennystücke…
Wir saßen also auf dem Fußboden der alten Turnhalle, vor uns ausgebreitet die ganzen Münzen.
Wir tauschten und gingen wohl beide sehr zufrieden nach Hause.

Ja, ich weiß…so spannend ist diese Geschichte nun auch nicht.
Aber es war die einzig schöne Erinnerung an die alte Turnhalle, denn Sport habe ich gehasst.

Die Oere-Münzen habe ich übrigens immer noch…aber die alte Turnhalle ist weg.

Wie schade…