Archiv für den Monat: April 2009

Nat nat

Ich steuer´ auch ein noch ein paar Tier- und Landschaftsfotos bei: Dieser kleinen Entenfamilie begegnete ich am Montag morgen auf dem Wallgraben. Schön die Sonne auf den Pelz scheinen lassen, aber dennoch hellwach sein. Gefahren lauern überall. Aber wohl eher aus dem Tierreich (Ratten etc.), als aus dem Menschenreich (zumindest i.d.F.).

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Der Kinderspielplatz gegenüber dem Grabbe-Cafe war am frühen morgen auch noch menschenleer. Spritzen oder Scherben habe ich im Sand nicht entdeckt, dafür selbigen aber später in der Wohnung…;-)

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Leider liefert die kleine Minolta-Kamera nach ihrem Sturz nur noch unscharfe Fotos. Ein Jammer…

Wundert wen noch irgendwas, Teil 3 und 4

Tja, liebe Leute. Hier mal was über die aktuelle Lage im Land und nix über Detmold. Teil 3 und 4 der Volksverarscheverkackeierung.

Nicht der Rohstoffpreis bestimmt aktuell den Benzinpreis (der sinkt seit Tagen wieder), sondern die einsetzende Ferientage! Ok, das ist nicht ganz neu und auch schon seit vielen Jahren so, aber dadurch wird es nicht besser! Wundert wen eigentlich noch, dass das Vertrauen in die Wirtschaft weiter sinkt? Die Mineralölkonzerne kassieren einfach knallhart ab, anders kann man das nicht mehr nennen! Dazu der Artikel vom Handelsblatt vom 8.4.:

„Die kurze Rally der Ölpreise ist beendet, seit vier Tagen fallen die Notierungen wieder. An den Tankstellen ist davon allerdings nichts zu spüren. Rechtzeitig zum Osterwochenende langen die Mineralölkonzerne wieder kräftig zu. Der ADAC wirft ihnen vor, Autofahrer regelrecht abzukassieren.

DÜSSELDORF. Da staunen die Autofahrer: Innerhalb von nur zwei Tagen hat sich Benzin um rund zehn Cent verteuert. Das ist umso erstaunlicher, wenn man auf die Rohölpreise blickt; die sind zuletzt nämlich zurückgefallen.

Gestern kostete ein Barrel (159 Liter) Brentöl am Spotmarkt, also zur sofortigen Lieferung, rund 50 Dollar. Damit hat der Preis allein seit Wochenbeginn über zwei Dollar verloren. Auch in den USA hat sich Öl verbilligt. Öl der US-Richtmarke WTI kostete nach vier Tagen mit fallenden Preisen zuletzt wieder weniger als 50 Dollar je Barrel. Noch in der vergangenen Woche waren die Ölnotierungen zeitweise auf mehr als 53 Dollar geklettert. Das G20-Treffen in London hatte Hoffnungen geweckt, dass sich die Wirtschaft schneller wieder erholen könnte. Davon würden – so die Erwartung – über eine steigende Nachfrage auch die Ölpreise profitieren, die Mitte 2008 im Zuge der konjunkturelle Abschwächung um mehr als 100 Dollar abgestürzt waren.

Tendenziell spricht aber der anhaltende Lageraufbau – insbesondere in den USA – gegen einen starken Anstieg der Ölpreise. „Die Förderkürzungen der Opec sind offensichtlich immer noch nicht in vollem Umfang am Markt angekommen“, kommentiert die Landesbank Baden-Württemberg den Bestandsaufbau. Die Organisation Erdöl exportierender Länder hatte ihr Ölangebot seit September in mehreren Schritten verknappt. Analysten haben daher ihre Ölpreisprognosen erneut gesenkt. Die Schweizer Großbank UBS etwa rechnet nun für das laufende Jahr mit einem durchschnittlichen Ölpreis von 51 Dollar je Barrel.

Angesichts der unverändert niedrigen Rohölpreise drängt sich der Verdacht auf, dass die Tankstellenbetreiber den lebhaften Osterverkehr für eine neue Preiserhöhungsrunde nutzen. Zu einem ähnlichen Schluss kommt eine Untersuchung des ADAC. Die Studie lasse erkennen, „dass die Mineralölkonzerne mit ihrer Preispolitik vom meist höheren Verkehrsaufkommen und der damit verbundenen größeren Kraftstoffnachfrage zu Beginn des Wochenendes profitieren wollen“. Insbesondere bei den Ferienreisewellen führe dies laut ADAC oft zu einem „regelrechten Abkassieren der Autofahrer“. Die Mineralölwirtschaft weist indes derartige Vorwürfe zurück. Die Sprecherin des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV) sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass die Benzinpreise in Deutschland ohne Steuern mit die niedrigsten in Europa seien.“

Und Teil 4 der Unverschämtheiten: Gleiches gilt für die Gaspreise: So schrieben mir doch kürzlich die Stadtwerke Detmold, dass sie ab sofort den Gaspreis senken könnten, da der Rohölpreis gesunken sei. Wie gönnerhaft! Dass dies zum 1.4. geschieht, und damit genau nach der Hauptheizperiode, ist nicht wirklich zufällig, oder? Entschuldigung, auch das nenne ich Verarsche! Dazu ein Artikel aus spiegel.de

Deutschlands Energieunternehmen feiern sich, weil die Gaspreise im April sinken. Dabei haben die Verbraucher kaum etwas davon, denn die Heizperiode ist längst zu Ende. Eine SPIEGEL-ONLINE-Analyse zeigt, wie die Branche ihre Tarife gestaltet – abhängig von der Jahreszeit.

Hamburg – Es klingt wie eine gute Nachricht: Deutschlands Energieunternehmen senken ihre Gaspreise. Allein im März und im April verschickten die Firmen Hunderttausende Briefe an ihre Kunden. Die frohe Botschaft: „Wir lassen Sie teilhaben an der Entwicklung der Energiemärkte.“ Zum Teil wird Gas jetzt mehr als zehn Prozent günstiger. Allerdings ist das nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Denn den sinkenden Gaspreisen waren extreme Erhöhungen vorangegangen. Und die Entwicklung hat System: Regelmäßig steigen die Gaspreise im Herbst, zu Beginn der Heizsaison. Gesenkt werden sie – wenn überhaupt – nur im Frühjahr.

Gefühlt haben dies die Verbraucher schon lange, doch jetzt ist dieser Zusammenhang tatsächlich erwiesen. Denn das Verbraucherportal verivox hat im Auftrag von SPIEGEL ONLINE die Entwicklung der Gaspreise in den vergangenen Jahren untersucht – jeweils in Abhängigkeit von der Jahreszeit. Das Ergebnis ist eindeutig: Große Preisschübe gab es immer dann, wenn der Verbrauch wetterbedingt nach oben schnellte. Preissenkungen gab es dagegen deutlich seltener – und wenn, dann nur zur warmen Jahreszeit, wenn die Kunden kaum etwas davon haben. Besonders deutlich war die Entwicklung in der vergangenen Heizperiode, also von Herbst 2008 bis Frühjahr 2009. Zunächst stiegen die Preise massiv an, um dann wieder auf ihr Ursprungsniveau zurückzufallen – allerdings erst in jüngster Zeit, da kaum noch geheizt wird. Darüber hinaus zeigt die Grafik: Insgesamt bewegten sich die Preise in den vergangenen Jahren im Trend nach oben.

In Deutschland ist der Gasverbrauch extrem abhängig von der Jahreszeit. Zwar wird auch im Sommer warm geduscht und mit Gas gekocht. Doch dies fällt kaum ins Gewicht im Vergleich zu den Gasmengen, die im Winter zum Heizen benötigt werden. So entfallen auf den Juli durchschnittlich nur zwei Prozent des gesamten Jahresverbrauchs – auf den Januar hingegen 15 Prozent. Was nur wenige Kunden wissen: Die Unternehmen rechnen Monat für Monat akkurat ab – auch wenn man dies auf der Rechnung nicht erkennen kann. Für den Jahresabschluss ist dies jedoch äußerst relevant. Denn die warmen Monate Mai bis September machen gerade einmal 17 Prozent der gesamten Rechnung aus. Herbst und Winter schlagen hingegen mit 83 Prozent zu Buche. Mit anderen Worten: Eine Preissenkung im Frühjahr fällt kaum ins Gewicht. Eine Preiserhöhung im Herbst kommt die Kunden dagegen teuer zu stehen.

Wie teuer genau, hat Verivox nun erstmals ausgerechnet. Demnach hätte ein Durchschnittshaushalt rund 35 Euro sparen können, wenn die Unternehmen ihre Preise nicht im Herbst 2008 erhöht hätten, sondern drei Monate später. Weitere 82 Euro hätte man sparen können, wenn die Preissenkungen vom Frühjahr 2009 drei Monate früher gekommen wären. Das heißt: Ein durchschnittlicher Verbraucher zahlt insgesamt 117 Euro, die sich allein auf den Zeitpunkt der Gaspreisänderung zurückführen lassen. Dies entspricht immerhin acht Prozent der Jahresrechnung. Die Unternehmen selbst argumentieren mit der Ölpreisbindung. Demnach folgt der Gaspreis dem Ölpreis mit sechs Monaten Verzögerung. „Seit Januar sinken die Gaspreise in Deutschland“, sagt Hildegard Müller, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), zu SPIEGEL ONLINE. „Zahlreiche Unternehmen haben ihre Preise also mitten in der Heizperiode gesenkt.“

Doch die Ölpreisbindung allein kann die zyklische Bewegung der Gaspreise nicht erklären: Seit dem vergangenen Sommer hat sich Öl stärker verbilligt als Gas. „Durch die verschiedenen Vertragslaufzeiten und Beschaffungssituationen der Unternehmen wirken sich die Gaspreissenkungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus“, erklärt BDEW-Chefin Müller. Auf einem Wettbewerbsmarkt gäbe es einen einfachen Grund für die saisonalen Preisschwankungen: Je stärker die Nachfrage, desto höher der Preis. Manche Unternehmen erklären deshalb, dass Gas im Winter zwangsläufig teurer werden müsse. Tatsächlich spielt dies jedoch kaum eine Rolle. Denn die Versorger haben sich schon lange im Voraus mit Gas eingedeckt – zu fest vereinbarten Preisen. Außerdem verfügen die meisten Unternehmen über große Gasspeicher, mit denen sie kurzfristige Preisschwankungen ausgleichen könnten. Doch die Firmen haben daran kein Interesse. Die Statistik legt den Verdacht nahe, dass der Zeitpunkt der Preisanpassungen so gewählt wird, dass die Einnahmen maximal steigen – zu Lasten der Kunden. Verbraucherschützer kritisieren die aktuellen Preissenkungen denn auch als zu spät. „Es gibt keinen Grund, in Jubel auszubrechen“, sagt Hans Weinreuter von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Viele Versorger hätten bewusst das Ende der Heizperiode abgewartet.

NW/LZ goes BILD online

Es hat sich ja in den letzten Jahren schon in den Printausgaben der Regionalgazetten immer mehr abgezeichnet, dass NW und ihre lippische Halbschwester LZ immer boulevardesker in ihrer Berichterstattung werden. Ok, die Jubiläen der Männergesangs- und Hühnergeflügelzüchtervereine gehören zum Geschäft, wenn du in der Provinz Auflage machen willst. Dat nutzt alle nix. Und die ansonsten noch verbliebenen Berichte geben halt auch nicht all zu viel sensationelles her. Was gibt es da nicht schöneres, als die Story einfach mal ein bisschen journi-mäßig aufzuprollen (nicht zuletzt mit „immer geileren“ Fotos) und somit dem gemeinen Mob die Möhre vor die Nase zu hängen.

Das ganze gelingt nun seit dem 1.4. auch immer mehr mit der Online-Ausgabe der beiden Zeitungen. Dabei hat man sich noch nicht mal die Mühe gemacht, die optische Reiter-Platzierung auf der Startseite und die Newstickerleiste von der der BILD-Zeitung unterscheidbar zu machen. Oder hat der Unsinn Methode? Weiß´ nich, auf jeden Fall ein Rückschritt aus meiner Sicht für seriöse Berichterstattung. Aber das ist ja vielleicht auch gar nicht das Ziel…

Curry wurst

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Passend zum Besuch der Schalker im lieb vertrauten Nachbardorf (heute abend verloren gegangen mit 0:2) gönnte ich mir mit hermine und hermännchen junior eine Curry Wurst. Schön, so neben dat Theater. Von Rudolphs war se, die Wurst. Bei dem Wetterchen musste man einfach vor die Tür, in die Stadt. Sie wissen schon…

Gehse inne Stadt
Wat macht dich da satt
Ne Currywurst

Kommse vonne Schicht
Wat schönret gibt et nich
Als wie Currywurst

Mit Pommes dabei
Ach, dann gebense gleich zweimal Currywurst

Der gute alte Herbie, dem sein Songtext…

Und heute das ganze mit einem fantastischen Blick auf das Lunapark-Fahrgastgeschäft mit dem atemberaubenden Namen „Experience“.

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