Archiv für den Monat: Februar 2010

Werbetrommel

Pünktlich zur Wochenmitte beginnt sie wieder zu rühren, die Werbetrommel für das TV-Programm. Ob kostenlos oder nicht, zur gezielten Beeinflussung des Fernsehzuschauers erscheint in den Gazetten dieser Welt ein Aufhänger, der Lust (oder Unlust) auf mehr machen soll, damit die Einschaltquoten und damit die Werbeeinahmen günstig beeinflusst werden können.

dsds.JPG 

Aber nicht nur die BLÖD-Zeitung, auch andere online-Ausgaben diverser Schmierblätter bedienden sich dieser inzwischen beliebt gewordenen Masche. Einen Tag vorher die wichtigsten Inhalte der sensationslüsternsten Nachrichten als Möhre streuen, und dann der Hinweis dass die volle Nachricht in der entsprechenden Sendung erfolgt. Fertig ist das Medien- und TV-Süppchen. Und der dumme Bürger bekommt von all´ dem nix mit…

Also doch!!!

Was die NW kann, kann hermann auch…

Keine Sorge. Diese Überschrift wird der einzige Ausflug in die heimlichen und unheimlichen Sphären der Boulevard-Presse werden. Oder: Yellow-Press, wie die NW neulich aufklärte.  Aber ich bin ja auch kein Journalist, sondern gebe nur ab und zu meine Kommentare ab.

Also doch!!! Ja was denn nun? Ja!!! Es ist hiermit also doch bewiesen: Der lange Winter, der eigentlich total unmöglich ist und Schuld an allem hat, ist auch noch dafür verantwortlich, dass die Grippe im hermann-schen Haus rumgeht. hermann junior hat sie seinem Vater vererbt. Und wem sie hermann vererbt, bleibt abzuwarten. Ein Beweis gefällig? Mit Blutspritzern und „abbem“ Arm??? Oder als Erscheinung unserer modernen technischen Welt gleich mit Videobeweis? Mitnichten. Das folgende Stillleben soll reichen.

img_2009.JPG

Vorne Pfui, hinten hui

Es gibt Tage, da bleibt die Zeitung einfach mal ungelesen auf dem Wohnzimmertisch zurück. Sie liegt dann einfach nur so da. Stapelt sich mit anderen ungelesenen Postsendungen zu einem kleinen Häufchen und fristet ihr Dasein. In der Hetze des Alltags wirft man dann immer mal wieder zwischendurch einen Blick auf die Überschrift und beschließt, sie doch noch nicht jetzt lesen zu können. Irgendwann denkt man da aber. Ach komm, dann liest du sie halt schneller und gut ist! Denn eins muss einem klar sein: Wehe, wenn du die Todesanzeigen nicht gelesen hat. Oder die neuesten lokalen Meldungen verpasst. Dann ist es aus, mit dem informiert sein.

img_2011.JPG

In dem Fall der auf dem Foto zu bewundernden Ausgabe des hiesigen Provinzblättchens und seiner blauen Schwester war das anders. Die Überschrift hat mich von Anfang an nicht angesprochen, erinnert sie doch zunehmend an die sehr populistischen, boulevardesken und verdummhornenden Überschriften einer Hamburger Tageszeitung. Davon ist das hiesige Provinzblättchen nicht mehr so weit entfernt. Insbesondere die Gestaltung der online-Ausgabe des roten – ja man kann inzwischen schon fast sagen – Käseblatts. Was ja auch kein Wunder ist, wo ein Teil des Unternehmens ja bereits den Norddeutschen gehört.

img_2013.JPG

Süß war im übrigen, als ich bei der Durchsicht der Zeitung dann am Ende auf der allerletzten Seite (witzigerweise der gleichen Ausgabe!!!) eine Anzeige fand, die – in eigener Sache geschaltet – den Leser vom Gegenteil überzeugen sollte. Sensationsjournalismus ist also nicht das Konzept, was die NW verfolgt. Ich frage mich bei der Überschrift nur, was das noch mit seriöser Recherche, fundierter Berichterstattung oder gar journalistischer Qualität zu tun haben soll?!?

und weg isser…

Der Vorsteher des Landesverbandes Lippe, Andreas Kasper (CDU), wirft das Handtuch. Kasper werde „die Gelegenheit nutzen, sich umzuorientieren“, sagte seine Sprecherin Peggy Pfaff am Freitag. Nach Enthüllungen der Lipischen Landes-Zeitung über weitere Plagiate in Kaspers wissenschaftlichen Arbeiten war der Druck auf den hohen Wahlbeamten zu groß geworden. Alle Parteien hatten entsprechende Konsequenzen gefordert. Nach den Vorfällen um Kaspers Veröffentlichungen „die dem Ansehen des Landesverbandes geschadet haben“, seien „eindeutige Konsequenzen zu ziehen“, hieß es Freitag in einer gemeinsamen Erklärung der lippischen Kreisvorsitzenden der CDU, der Grünen und der Freien Wähler.

Die SPD hatte ebenfalls Kaspers Rücktritt gefordert. Auch die FDP war auf Distanz gegangen. Das Vertrauensverhältnis zu Kasper sei „zerstört“; er sei „nicht mehr länger tragbar“gewesen, sagte der lippische SPD-Kreisvorsitzende Dirk Becker. Um finanziellen Schaden wegen eventuell fortzuführender Gehaltszahlungen abzuwenden, legen alle Parteien nun Wert darauf, dass Kasper formell zurücktritt und sich nicht abwählen lässt. Eine Erklärung dazu gab es noch nicht.

Böse, böse! So was macht man nicht! Einfach abschreiben. Das lernt man doch schon in der Grundschule. Und dann auch noch in wissenschaftlichen Arbeiten. Und erst in Promotionsschriften…

Zum Verdienst für Lippe und den lippischen Landesverband kann ich wenig sagen, da ich ihn kaum kenne. Vielleicht findet er jetzt in der Bundespolitik eine neue Anstellung. Da scheinen mir die fachlichen und überfachlichen Anforderungskriterien noch deutlich lascher…

Crêpes

Jetzt dauerts nicht mehr lange, und der Detmolder Bürger und die Detmolder Bürgerin kann sich den Bauch mit einer bretonischen Spezialität vollschlagen. Nachdem das Cairo in Bielefeld seine Tore aufgemacht hat, und die Räumlichkeiten für wenige Monate leerstanden, wird es am nächsten Samstag einen neuen Laden in der Meierstraße geben, der – laut seinem Namen – offensichtlich flache Pfannkuchen anbietet. Wir dürfen gespannt sein, ob sie schmecken und ob noch weiteres zum Essen angeboten wird. Den Crêpes könnte ich zur Not auf die Hand nehmen. Aber die vor kurzem angelieferten Stühle deuten auf längere durchschnittliche Besuchszeiten in diesem Ladenlokal hin.

stuhle.JPG

Wundert wen noch irgendwas, Teil 7

Wieder einmal muss spiegel-online als Kopiervorlage herhalten für einen von mir eingefügten Artikel zu einem Thema, das eigentlich sprachlos machen sollte. Aber der Aufschrei bleibt offensichtlich aus, in dieser Republik. Die Pharmaindustrie kriegt den Hals nicht voll und sieht vor lauter Dollarzeichen in den Augen nur noch pure Gewinnmaximierung. Das ist Kapitalismus in seiner hässlichsten Form:

„Der Kampf gegen die Schweinegrippe hat kritische Nebenwirkungen: Weil Pharmafirmen sich auf die Herstellung von Vakzinen gegen die Pandemie konzentrieren, sind in Deutschland sieben wichtige Kinderimpfstoffe nicht mehr lieferbar.

Frankfurt – Die Produktion des Schweinegrippe-Impfstoffes zeigt ungeahnte Nebenwirkungen. Seit Mitte Januar sind in Deutschland insgesamt sieben Kinderimpfstoffe nicht mehr lieferbar, weil die Kapazitäten der Hersteller durch die Produktion des Pandemie-Impfstoffes ausgelastet sind, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ („FAS“). „Am meisten Sorgen macht uns der Engpass bei dem einzigen verfügbaren Sechsfach-Impfstoff“, sagte ein Mitglied der Ständigen Impfkommission des Bundes, die Münchner Kinder- und Jugendärztin Ursel Lindlbauer, dem Blatt. Diesen bräuchten Säuglinge im ersten Lebensjahr dringend für die Grundimmunisierung gegen die wichtigsten Kinderkrankheiten. Auch bei einem Vierfach-Impfstoff gegen die Viruserkrankungen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken stocke der Nachschub, berichtet das Blatt weiter. Zurzeit sei es nur möglich, die vorgesehenen Impftermine zu verschieben oder Einzelimpfungen vorzunehmen, bei denen die Säuglinge mehr Spritzen ertragen müssten.

Die Grundimmunisierung sollte laut Lindlbauer so zeitig wie möglich beginnen. „Bei einem Krippenkind beispielsweise ist das Verschieben der Impfungen auf einen späteren Zeitpunkt nicht vertretbar, weil bei denen die Infektionsgefahr am größten ist und die Erreger im Säuglingsalter lebensgefährlich sein können.“ Der Sechsfach-Impfstoff Infanrix Hexa schützt vor Kinderlähmung, Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B und dem Pfeiffer-Influenzabakterium (Haemophilus influenzae Typ b).

Die Medizinerin kritisierte den Infanrix-Hersteller GlaxoSmithKline. Man sei erst über die Probleme informiert worden, „als die Impfstofflager faktisch leer waren“. Es habe keine Vorwarnung gegeben. Eine Sprecherin des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline bedauerte laut „FAS“ die Situation. Man versuche, die „Unannehmlichkeiten für Ärzte, Eltern und Kinder möglichst rasch zu entschärfen“, sagte sie der Zeitung. Es könne jedoch noch zu Verzögerungen bis in das zweite Quartal hinein kommen.“

Kritische Nebenwirkungen. Dass ich nicht lache. Pure Berechnung ist das…