Archiv für den Autor: hermann

Kauflust zum Advent

Das hermännsche meldet sich mal wieder. Inzwischen habe ich Lippe/Detmold den Rücken zugekehrt und meine Zelte in Österreich aufgeschlagen. Nichtsdestotrotz ist man mit der alten Heimat immer noch verbunden (und sei es, dass man sich „nur“ ein Rezept bei seinem alten Hausarzt ausstellen lässt und beim Heimatbesuch abholt).

Ein echtes „Detmolder“ habe ich hier zwar noch nicht entdeckt, genaus so wenig den Pickert auf der Speisekarte (darüber hätte ich sofort berichtet), dafür aber in der LZTageszeitung diesen kleinen, schnuckeligen Prospekt, der mit bunten Bilderchen heimeligen Kaufanreize offeriert.

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Keine Ahnung, ob das Waffengesetzt in Österreich etwas lockerer ist – letztlich sind es ja auch „nur“ Gaspistolen – oder ob ich sowas in den ostwestfälischen Tageszeitungen nur übersehen habe, aber ich war schon echt von den Socken, als ich das gesehen habe. Willkommen in Texas im Salzkammergut.

Werbetrommel

Pünktlich zur Wochenmitte beginnt sie wieder zu rühren, die Werbetrommel für das TV-Programm. Ob kostenlos oder nicht, zur gezielten Beeinflussung des Fernsehzuschauers erscheint in den Gazetten dieser Welt ein Aufhänger, der Lust (oder Unlust) auf mehr machen soll, damit die Einschaltquoten und damit die Werbeeinahmen günstig beeinflusst werden können.

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Aber nicht nur die BLÖD-Zeitung, auch andere online-Ausgaben diverser Schmierblätter bedienden sich dieser inzwischen beliebt gewordenen Masche. Einen Tag vorher die wichtigsten Inhalte der sensationslüsternsten Nachrichten als Möhre streuen, und dann der Hinweis dass die volle Nachricht in der entsprechenden Sendung erfolgt. Fertig ist das Medien- und TV-Süppchen. Und der dumme Bürger bekommt von all´ dem nix mit…

Also doch!!!

Was die NW kann, kann hermann auch…

Keine Sorge. Diese Überschrift wird der einzige Ausflug in die heimlichen und unheimlichen Sphären der Boulevard-Presse werden. Oder: Yellow-Press, wie die NW neulich aufklärte.  Aber ich bin ja auch kein Journalist, sondern gebe nur ab und zu meine Kommentare ab.

Also doch!!! Ja was denn nun? Ja!!! Es ist hiermit also doch bewiesen: Der lange Winter, der eigentlich total unmöglich ist und Schuld an allem hat, ist auch noch dafür verantwortlich, dass die Grippe im hermann-schen Haus rumgeht. hermann junior hat sie seinem Vater vererbt. Und wem sie hermann vererbt, bleibt abzuwarten. Ein Beweis gefällig? Mit Blutspritzern und „abbem“ Arm??? Oder als Erscheinung unserer modernen technischen Welt gleich mit Videobeweis? Mitnichten. Das folgende Stillleben soll reichen.

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Vorne Pfui, hinten hui

Es gibt Tage, da bleibt die Zeitung einfach mal ungelesen auf dem Wohnzimmertisch zurück. Sie liegt dann einfach nur so da. Stapelt sich mit anderen ungelesenen Postsendungen zu einem kleinen Häufchen und fristet ihr Dasein. In der Hetze des Alltags wirft man dann immer mal wieder zwischendurch einen Blick auf die Überschrift und beschließt, sie doch noch nicht jetzt lesen zu können. Irgendwann denkt man da aber. Ach komm, dann liest du sie halt schneller und gut ist! Denn eins muss einem klar sein: Wehe, wenn du die Todesanzeigen nicht gelesen hat. Oder die neuesten lokalen Meldungen verpasst. Dann ist es aus, mit dem informiert sein.

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In dem Fall der auf dem Foto zu bewundernden Ausgabe des hiesigen Provinzblättchens und seiner blauen Schwester war das anders. Die Überschrift hat mich von Anfang an nicht angesprochen, erinnert sie doch zunehmend an die sehr populistischen, boulevardesken und verdummhornenden Überschriften einer Hamburger Tageszeitung. Davon ist das hiesige Provinzblättchen nicht mehr so weit entfernt. Insbesondere die Gestaltung der online-Ausgabe des roten – ja man kann inzwischen schon fast sagen – Käseblatts. Was ja auch kein Wunder ist, wo ein Teil des Unternehmens ja bereits den Norddeutschen gehört.

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Süß war im übrigen, als ich bei der Durchsicht der Zeitung dann am Ende auf der allerletzten Seite (witzigerweise der gleichen Ausgabe!!!) eine Anzeige fand, die – in eigener Sache geschaltet – den Leser vom Gegenteil überzeugen sollte. Sensationsjournalismus ist also nicht das Konzept, was die NW verfolgt. Ich frage mich bei der Überschrift nur, was das noch mit seriöser Recherche, fundierter Berichterstattung oder gar journalistischer Qualität zu tun haben soll?!?

und weg isser…

Der Vorsteher des Landesverbandes Lippe, Andreas Kasper (CDU), wirft das Handtuch. Kasper werde „die Gelegenheit nutzen, sich umzuorientieren“, sagte seine Sprecherin Peggy Pfaff am Freitag. Nach Enthüllungen der Lipischen Landes-Zeitung über weitere Plagiate in Kaspers wissenschaftlichen Arbeiten war der Druck auf den hohen Wahlbeamten zu groß geworden. Alle Parteien hatten entsprechende Konsequenzen gefordert. Nach den Vorfällen um Kaspers Veröffentlichungen „die dem Ansehen des Landesverbandes geschadet haben“, seien „eindeutige Konsequenzen zu ziehen“, hieß es Freitag in einer gemeinsamen Erklärung der lippischen Kreisvorsitzenden der CDU, der Grünen und der Freien Wähler.

Die SPD hatte ebenfalls Kaspers Rücktritt gefordert. Auch die FDP war auf Distanz gegangen. Das Vertrauensverhältnis zu Kasper sei „zerstört“; er sei „nicht mehr länger tragbar“gewesen, sagte der lippische SPD-Kreisvorsitzende Dirk Becker. Um finanziellen Schaden wegen eventuell fortzuführender Gehaltszahlungen abzuwenden, legen alle Parteien nun Wert darauf, dass Kasper formell zurücktritt und sich nicht abwählen lässt. Eine Erklärung dazu gab es noch nicht.

Böse, böse! So was macht man nicht! Einfach abschreiben. Das lernt man doch schon in der Grundschule. Und dann auch noch in wissenschaftlichen Arbeiten. Und erst in Promotionsschriften…

Zum Verdienst für Lippe und den lippischen Landesverband kann ich wenig sagen, da ich ihn kaum kenne. Vielleicht findet er jetzt in der Bundespolitik eine neue Anstellung. Da scheinen mir die fachlichen und überfachlichen Anforderungskriterien noch deutlich lascher…

Crêpes

Jetzt dauerts nicht mehr lange, und der Detmolder Bürger und die Detmolder Bürgerin kann sich den Bauch mit einer bretonischen Spezialität vollschlagen. Nachdem das Cairo in Bielefeld seine Tore aufgemacht hat, und die Räumlichkeiten für wenige Monate leerstanden, wird es am nächsten Samstag einen neuen Laden in der Meierstraße geben, der – laut seinem Namen – offensichtlich flache Pfannkuchen anbietet. Wir dürfen gespannt sein, ob sie schmecken und ob noch weiteres zum Essen angeboten wird. Den Crêpes könnte ich zur Not auf die Hand nehmen. Aber die vor kurzem angelieferten Stühle deuten auf längere durchschnittliche Besuchszeiten in diesem Ladenlokal hin.

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Wundert wen noch irgendwas, Teil 7

Wieder einmal muss spiegel-online als Kopiervorlage herhalten für einen von mir eingefügten Artikel zu einem Thema, das eigentlich sprachlos machen sollte. Aber der Aufschrei bleibt offensichtlich aus, in dieser Republik. Die Pharmaindustrie kriegt den Hals nicht voll und sieht vor lauter Dollarzeichen in den Augen nur noch pure Gewinnmaximierung. Das ist Kapitalismus in seiner hässlichsten Form:

„Der Kampf gegen die Schweinegrippe hat kritische Nebenwirkungen: Weil Pharmafirmen sich auf die Herstellung von Vakzinen gegen die Pandemie konzentrieren, sind in Deutschland sieben wichtige Kinderimpfstoffe nicht mehr lieferbar.

Frankfurt – Die Produktion des Schweinegrippe-Impfstoffes zeigt ungeahnte Nebenwirkungen. Seit Mitte Januar sind in Deutschland insgesamt sieben Kinderimpfstoffe nicht mehr lieferbar, weil die Kapazitäten der Hersteller durch die Produktion des Pandemie-Impfstoffes ausgelastet sind, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ („FAS“). „Am meisten Sorgen macht uns der Engpass bei dem einzigen verfügbaren Sechsfach-Impfstoff“, sagte ein Mitglied der Ständigen Impfkommission des Bundes, die Münchner Kinder- und Jugendärztin Ursel Lindlbauer, dem Blatt. Diesen bräuchten Säuglinge im ersten Lebensjahr dringend für die Grundimmunisierung gegen die wichtigsten Kinderkrankheiten. Auch bei einem Vierfach-Impfstoff gegen die Viruserkrankungen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken stocke der Nachschub, berichtet das Blatt weiter. Zurzeit sei es nur möglich, die vorgesehenen Impftermine zu verschieben oder Einzelimpfungen vorzunehmen, bei denen die Säuglinge mehr Spritzen ertragen müssten.

Die Grundimmunisierung sollte laut Lindlbauer so zeitig wie möglich beginnen. „Bei einem Krippenkind beispielsweise ist das Verschieben der Impfungen auf einen späteren Zeitpunkt nicht vertretbar, weil bei denen die Infektionsgefahr am größten ist und die Erreger im Säuglingsalter lebensgefährlich sein können.“ Der Sechsfach-Impfstoff Infanrix Hexa schützt vor Kinderlähmung, Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B und dem Pfeiffer-Influenzabakterium (Haemophilus influenzae Typ b).

Die Medizinerin kritisierte den Infanrix-Hersteller GlaxoSmithKline. Man sei erst über die Probleme informiert worden, „als die Impfstofflager faktisch leer waren“. Es habe keine Vorwarnung gegeben. Eine Sprecherin des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline bedauerte laut „FAS“ die Situation. Man versuche, die „Unannehmlichkeiten für Ärzte, Eltern und Kinder möglichst rasch zu entschärfen“, sagte sie der Zeitung. Es könne jedoch noch zu Verzögerungen bis in das zweite Quartal hinein kommen.“

Kritische Nebenwirkungen. Dass ich nicht lache. Pure Berechnung ist das…

Eis

Die Eiskristalle pfeifen es von den Dächern: glatt und spitz zeigt die Richtung nach unten – Eiszapfenalarm in der Detmolder InnenstadtBundesrepublik.

Am Tag das schmilzt, was nachts gefriert, der Zapf vom Dach herab fällt ungeniert. Und kennt´ kein´ Gnad bei voller Wucht, der Mensch vor´m Dach ist auf der Flucht...“

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Frei nach Grabbe: Vorsicht, am Sonntag jibbet Eisglätte!

Detmold im Spätherbst des Lebens

Da las ich doch am Wochenende – des bereits eingesetzten Weihnachtsurlaubes sei dank in ausführlicher Variante – eine der vielen Umsonstgazetten der lippischen Journalismusprovinz kulturlandschaft. Seit ich vor ein paar Jahren in diese Gegend gezogen bin, vervollständigt sich mein Wissen über die lippische Mentalität im allegemeinen und die Detmolder im speziellen immer mehr. „Der Detmolder ist sich selbst genug. Wozu die Landesgrenze des Fürstentums verlassen, wenn es hier doch auch eine Stadt gibt?!“ Dabei bin ich mir manchmal nicht ganz sicher, ob jeder Detmolder inzwischen mitbekommen hat, dass Lippe kein Fürstentum mehr ist, sondern nach dem zweiten Weltkrieg einem Bundesland zugeordnet werden musste.

Wozu das ganze? In letzter Zeit wurde ja an dieser Stelle mehrfach über Detmold als Einkaufsstadt im Spätherbst ihres Lebens berichtet. Ich brauche die ganzen Geschäfte, die sich mittlerweile aus Detmold zurückgezogen haben, nicht nochmal aufzählen. Auf jeden Fall las ich in diesem Zusammenhang das Interview mit dem Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Detmold Holey. Besonders spannend fand ich die angemarkerte Passage…

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Es gibt Menschen, die sagen, man müsse nach Düsseldorf fahren, um etwa einen guten Anzug zu kaufen.“ Ja, dem kann ich sogar hinzufügen: Es gibt sogar Menschen, die nach Düsseldorf fahren, um sich einen guten Anzug zu kaufen! Wobei man sagen muss, dass es auch gute Anzüge in Detmold gibt. Aber eben nur einen oder zwei. Und wer nur Günter Aab und seine 85qm kennt, für den ist Detmold gleich Düsseldorf.

Wir haben hier alles in Detmold.“ Außer Auswahl. Und chic. Und Konkurrenz. Und Lebensmittel…

Man, man. Ich weiß ja, es gibt starke strukturelle Probleme und man kann auch nicht jeden Laden am Weggehen hindern. Aber dieser Blick auf die Dinge ist typisch Detmold: Provinziell bis zum Abwinken. Sich selbst genug…

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Die klirrende Kälte der vergangenen Tage erinnerte mich ebenfalls an so etwas wie Spätherbst. Ein Freudenfest für Winterfans. Menschenleer war sie, die Innenstadt am gestrigen Sonntag. Nun klettern die Temperaturen wieder kräftig und die letzten Weihnachtseinkäufe können erledigt werden. Ich werde die Zeit nutzen, um mit der Familie zu entspannen. In diesem Sinne – allen eine schöne Weihnacht 2009!

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Wundert wen noch irgendwas, Teil 6

Was sich in den letzten Wochen andeutete, musste jetzt ja so kommen. Mich wundert in diesem Land so langsam nix mehr…

Unter anderem im Spiegel war heute unter der Überschrift „Deutschland ist jetzt Berlusconi Land“ zu lesen:

Roland Koch hat sich durchgesetzt, der missliebige Nikolaus Brender wird als ZDF-Chefredakteur abgesetzt. Damit hat die Politik dem Sender das Rückgrat gebrochen. Nicht nur der CDU-Ministerpräsident ist schuld – sondern alle, die ihn hätten aufhalten können.

Nun hat er also gesiegt, Roland Koch, der Westentaschen-Berlusconi aus Hessen. Im Handstreich hat er einen unbequemen Chefredakteur aus dem Amt gedrängt, der nicht nur den Rückhalt seines Intendanten hatte, sondern die Unterstützung der breiten Öffentlichkeit. Koch, seine schwarzen Ministerpräsidentenkollegen und ein paar auf Unionsticket reisende „Gremiengremlins“ (Günther Jauch) dürfen sich nun als die wahren Herren im ZDF fühlen. Zustände wie im italienischen Staatsfernsehen. Immerhin. Zwei Verwaltungsräte, die dem Unionslager zugerechnet werden, stellten sich Koch in den Weg. Sie wählten Brender, trotz immensen politischen Drucks. Das ist ein Hoffnungsschimmer, ändert aber nichts am grundsätzlichen Befund.

Das ZDF ist mit dem heutigen Tag für jeden sichtbar ein Staatssender. Und es ist es nicht mehr nur der Möglichkeit nach, sondern ganz praktisch. Fast so, wie es sich Konrad Adenauer einst gewünscht hat. Was der Alte aus Köln damals plante, wäre glatter Verfassungsbruch gewesen. Was Koch und die Seinen heute taten, ist zumindest Verfassungsbeugung. Dem ZDF ist das Rückgrat gebrochen. Von jetzt an wird ein ZDF-Zuschauer, der sich nicht veralbern lassen will, nicht mehr davon ausgehen können, dass ein ZDF-Journalist unabhängig ist. Wo so offensichtlich Politiker aus Parteitaktik hineinregieren können, da muss der Zuschauer bei jedem Journalisten erst einmal argwöhnen, er sei irgendeiner Partei zu Diensten. Oder sein Kollege. Oder sein Chef. Das ist keine Sache, die nur ein paar Medienethiker interessiert. Journalismus, der vom Staat redigiert wird oder auch nur diesen Anschein hat, schadet der politischen Kultur. In den USA verloren Fernsehen und Zeitungen dramatisch das Vertrauen der Zuschauer, als sie einseitig regierungsfreundlich über den Irak-Krieg berichteten. Will irgendjemand ernsthaft, dass ARD und ZDF in diese Falle geraten?

Doch das ist nicht allein die Schuld von Roland Koch. Er allein war nie das Problem, sondern die, die ihm nicht in den Arm fielen und es doch hätten tun können. Wo waren denn die Politiker der Union, die für die Unabhängigkeit des Journalismus eintraten? Selbst die großen Alten der Partei, die keine Karriere riskiert hätten, die Richard von Weizsäckers und Kurt Biedenkopfs, schwiegen. Wo waren die Sozialdemokraten, die den Fall Brender nicht nur parteitaktisch ausnutzten, sondern den Mut aufbrachten, das ganze System per Verfassungsklage auf den Prüfstand zu stellen? Laut war nur ihre Anklage gegen die Union. Leise wurden die Klaus Wowereits und Kurt Becks, sobald auch ihr eigener Einfluss zur Debatte stand. Und wo war in dieser Debatte ZDF-Intendant Markus Schächter? Er hat nicht einmal versucht, die schon mobilisierte Öffentlichkeit für sich und seinen Chefredakteur zu nutzen. Immerhin: Er hat zu Brender gestanden, bis zum Schluss. Ein Intendant Hasenfuß ist er nicht. Aber auch keiner mit besonderem Mut.

Der 27. November ist ein schwarzer Tag nicht nur fürs ZDF. Das wachsende Misstrauen der Zuschauer und Wähler trifft nicht nur den öffentlich-rechtlichen Sender, sondern die ganze politische Kultur, die nicht in der Lage war, einen Ministerpräsidenten außer Rand und Band aufzuhalten. Deutschland ist von heute an Berlusconi-Land.

Na dann, gute Nacht Deutschland…!

Einkaufen

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…kann man hier definitiv nicht bis 24h. Und das ist auch gut so. Oder auch nicht. Für mich als eher spät-nach-Hause-kommer, aber eine bessere Hälfte-haber, die die Einkäufe auch vor 18h erledigen kann, ist es relativ egal, ob 20h, 22h oder Mitternacht. Bisher war ich nur zweimal nach 21h einkaufen. War irgendwie strange, da völlig leergefegt der Laden.

In diesem Geschäft gibt es jedenfalls nur Süßes und Kaffe, keine wirklich richtigen Lebensmittel. Und meines Wissen hat er auch nur bis 18h geöffnet, dafür aber feine Geschenkideen zu Weihnachten für die bucklige nicht in Detmold wohnende Verwandtschaft. Oder wie wär es mal mit einem SixPack Thusnelda-Bier? Leute, dat geht ganz schnell jetzt wieder mit die Geschenke und die Vorweihnachtszeit! Auf, auf in die Läden! Oder machts wie hermann: Allemann aufs Familienfoto, Abzüge bestellen und damit gleich einen Großteil aller Geschenke abgedeckt. Sieht schön aus, freut die anderen (hoffentlich), kann man nur schlecht jedes Jahr wiederholen…

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Wollte keinen neuen thread aufmachen, da es so schön hier reinpasst:

Gestern stieß ich in der LZ auf die folgenden drei Beilagen: 1. „Einkaufen in Detmold“, ein schlecht gemachter Prospekt, der mich vom Inhalt her daran erinnerte, als ob jetzt die letzten Geschütze aufgefahren werden, um Detmold als „Einkaufsstadt“ vor dem Untergang zu retten. Das ganze wahrscheinlich aus der Provinz-Werbeschmiede des Herrn T. Mich wundert nichts mehr. 2. und 3. „Flyer Zurbrüggen, Bielefeld“, „Flyer Sport Scheck, Bielefeld“. Noch Fragen?

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Liebhart

War schon mal einer der Leser im kürzlich eröffneten Bier-Restaurant Liebharts in der Bruchstraße? „Tradition trifft Innovation“ titelte die LZ seinerzeit auf ihrer Sonderseite. Das kann man zweifelsohne von der Architektur und Inneninrichtung sagen. Sehr gemütlich wirkte das ganze bei hermanns und hermines Besuch heute abend. Eine Steinmauer hinter Glas mit buntem wechselnden Lichteffekten, und das ganze direkt an Schloßgewässer, brachte eine herrliche Atmosphäre für einen verliebten Abend zu zweit.

Zum Essen können wir nix sagen, die gute alte Käsestulle hatte bereits vorher einen ihrer Dienst seinen Besitzern erwiesen. Gut, über Biergeschmack lässt sich streiten wie über eigentlich vieles. Lassen wir das also im Detail. Ich bin eher Herforder-Trinker als Detmolder, aber hermine war ganz angetan vom Liebhartschen Bier.

Wie gesagt, sehr gemütlich, auch das Obergeschoss, die Toiletten fallen vom Design her etwa 2 Ligen ab, schnöde öde, aber korrekt. Bedienung sehr aufmerksam und aufgeweckt. Der Pächter steckte zwischendurch seine Nase in ein frisch gezapftes Bier (um zu prüfen, ob es noch gut riecht?) und hat die Eiswürfel grundsätzlich mit der Hand ins Glas befördert (!). Naja, egal, solange er sich nach dem Pillern die Hände wäscht. Ansonsten war eigentlich alles ganz stimmig. Derzeit eine Bereicherung für Detmold. Mal schauen, ob es so bleibt. Das Fox in der Langen Straße wird ja irgendwie auch immer mehr zur Fußballkneipe….und das bei der chillig-modernen Innenreichtung….ein Jammer.

Leere Innenstadt

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Das Aussterben der Innenstadt geht weiter. Ende des Monats packt nun auch Aldi seine Umzugskartons und zieht in ein größeres Gebäude. Die Räumlichkeiten in der Schülerstraße sind den heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht geworden.

Sicherlich, der Wegzug von Aldi als Nahversorger ist ein Verlust – der letzte seiner Zunft geht vondannen – als attraktives Geschäft in der Innenstadt war es eigentlich noch nie bekannt. Welcher Aldi ist schon „attraktiv“? Jetzt müssen sich die Stratenkötters und Schäpertöns dieser Welt woanders umschauen. Zum Beispiel im neuen Kaufland. Der hat bis Mitternacht geöffnet, so dass man es zu Fuß ganz gut aus der Innenstadt an einem Tag schaffen könnte. Oder man verzichtet gänzlich auf Lebensmittel, ruft jeden Abend den Pizza-Bringdienst und kauft dafür bei diesem italienischen Feinkostgeschäft ein…

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Schinken satt…

…im Schinkenhaus in der Langen Straße.

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Was für Okkolyte da hängen, Sensationell! Und das geilste ist der kleine Zettel auf dem einen Schinken: „verkauft“. Wie beim Autohändler um die Ecke. Weg isser! Dabei hängen da ja noch zig tausend andere. Und wer kann eigentlich so viel Schinken essen? Auf einmal? Oder ist er für die Detmolder Groß-Gastronomie? Fragen über Fragen…

Wundert wen noch irgendwas, Teil 5

Zur Zeit ist dieses Thema mal wieder ganz groß in der Presse. Wie hier…

Der Influenza-Koordinator am staatlichen Robert-Koch-Institut berät nach Spiegel-Informationen eine von der Pharmaindustrie finanzierte Vereinigung. Kooruptionswächter beklagen die Verquickung – ein Amtsträger dürfe nicht so eng mit einem Lobbyverein verbandelt sein.

Walter Haas, Koordinator der Influenza-Expertengruppe am staatlichen Robert-Koch-Institut (RKI), ist wissenschaftlicher Berater einer ausschließlich von der Pharmaindustrie finanzierten Vereinigung. Nach SPIEGEL-Informationen unterstützen zehn Arzneikonzerne die European Scientific Working Group on Influenza (ESWI), für die er tätig ist.

Unter ihnen befinden sich GlaxoSmithKline, Hersteller des deutschen Schweinegrippe-Impfstoffs, sowie der Schweizer Roche-Konzern, der das antivirale Mittel Tamiflu produziert. Nach eigenem Bekunden ist ESWI ein unabhängiger Forscherverbund. Er organisiert regelmäßig Grippe-Konferenzen mit vielen hundert Teilnehmern.Im Statut steht, der Verband kläre Politiker und Gesundheitsbehörden über „die Vorteile und die Sicherheit von Influenza-Impfstoffen und antiviralen Medikamenten“ auf. Man befördere „eine Politik für die antivirale Bevorratung“ und biete dazu wissenschaftliche Argumente.

Tatsächlich taucht auf den ESWI-Web-Seiten unter anderem ein Werbefilm von Tamiflu-Produzent Roche auf. Ein ESWI-Sprecher sagte dem SPIEGEL, man sei stolz, eine „hochkarätige Institution“ wie das RKI und Walter Haas als unentgeltlichen Berater gewonnen zu haben.

Angela Spelsberg von der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International beklagt, das RKI bewege sich hier sowohl ethisch als auch rechtlich in einer Grauzone: „Es kann nicht sein, dass ein Amtsträger, der allein dem Wohl der Bevölkerung dienen soll, so eng mit einem Lobbyverein verbandelt ist“.

Gelesen auf SPIEGEL.de.

Immer wieder…

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…´s, kommt die Er-inne-rung….tüdellüdelüt.

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Vorbildlich, diese Hundebsitzerin. Angeleint, das große Tier in der Innenstadt. Und gekackt hat es auch nicht. Jedenfalls nicht, als ich dieses vierbeinige Exemplar vor mir hab herlaufen sehen. Möglicherweise hatte er oder einer seiner zotteligen Kollegen sein Geschäft aber neulich schon im Sandkasten gegenüber dem Grabbe-Cafe vollrichtet.

Nicht sonderlich vorbildlich sind da einige andere Detmolder Großehundebesitzer, die meinen, ihre ekelhaften, sabbernden und nach nassem Hund stinkenden Doggen und Terrier auf die Menschheit im allgemeinen – und kleine Kinder im speziellen – loszulassen.

Der tut nix, der will nur spielen…“ Könnt´ mich jedes mal wieder totlachen, über diesen Satz, der so unsinnig wie auch unwahr ist. „Und wenn ich dem zweijährigen hermann junior demnächst ´ne durchgeladene Schnellfeuerwaffe in die Hand drücke, will der auch nur spielen„?! Is klar… dann aber Vorsicht!, oder wie? Immerhin gilt Leinenpflicht für Hunde in der Detmolder Innenstadt, wenn das eigentliche (rechtlich nicht vorgeschriebenen) respektvolle und vorausschauende Miteinander abhanden zu kommen scheint…

Nat nat

Ich steuer´ auch ein noch ein paar Tier- und Landschaftsfotos bei: Dieser kleinen Entenfamilie begegnete ich am Montag morgen auf dem Wallgraben. Schön die Sonne auf den Pelz scheinen lassen, aber dennoch hellwach sein. Gefahren lauern überall. Aber wohl eher aus dem Tierreich (Ratten etc.), als aus dem Menschenreich (zumindest i.d.F.).

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Der Kinderspielplatz gegenüber dem Grabbe-Cafe war am frühen morgen auch noch menschenleer. Spritzen oder Scherben habe ich im Sand nicht entdeckt, dafür selbigen aber später in der Wohnung…;-)

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Leider liefert die kleine Minolta-Kamera nach ihrem Sturz nur noch unscharfe Fotos. Ein Jammer…

Wundert wen noch irgendwas, Teil 3 und 4

Tja, liebe Leute. Hier mal was über die aktuelle Lage im Land und nix über Detmold. Teil 3 und 4 der Volksverarscheverkackeierung.

Nicht der Rohstoffpreis bestimmt aktuell den Benzinpreis (der sinkt seit Tagen wieder), sondern die einsetzende Ferientage! Ok, das ist nicht ganz neu und auch schon seit vielen Jahren so, aber dadurch wird es nicht besser! Wundert wen eigentlich noch, dass das Vertrauen in die Wirtschaft weiter sinkt? Die Mineralölkonzerne kassieren einfach knallhart ab, anders kann man das nicht mehr nennen! Dazu der Artikel vom Handelsblatt vom 8.4.:

„Die kurze Rally der Ölpreise ist beendet, seit vier Tagen fallen die Notierungen wieder. An den Tankstellen ist davon allerdings nichts zu spüren. Rechtzeitig zum Osterwochenende langen die Mineralölkonzerne wieder kräftig zu. Der ADAC wirft ihnen vor, Autofahrer regelrecht abzukassieren.

DÜSSELDORF. Da staunen die Autofahrer: Innerhalb von nur zwei Tagen hat sich Benzin um rund zehn Cent verteuert. Das ist umso erstaunlicher, wenn man auf die Rohölpreise blickt; die sind zuletzt nämlich zurückgefallen.

Gestern kostete ein Barrel (159 Liter) Brentöl am Spotmarkt, also zur sofortigen Lieferung, rund 50 Dollar. Damit hat der Preis allein seit Wochenbeginn über zwei Dollar verloren. Auch in den USA hat sich Öl verbilligt. Öl der US-Richtmarke WTI kostete nach vier Tagen mit fallenden Preisen zuletzt wieder weniger als 50 Dollar je Barrel. Noch in der vergangenen Woche waren die Ölnotierungen zeitweise auf mehr als 53 Dollar geklettert. Das G20-Treffen in London hatte Hoffnungen geweckt, dass sich die Wirtschaft schneller wieder erholen könnte. Davon würden – so die Erwartung – über eine steigende Nachfrage auch die Ölpreise profitieren, die Mitte 2008 im Zuge der konjunkturelle Abschwächung um mehr als 100 Dollar abgestürzt waren.

Tendenziell spricht aber der anhaltende Lageraufbau – insbesondere in den USA – gegen einen starken Anstieg der Ölpreise. „Die Förderkürzungen der Opec sind offensichtlich immer noch nicht in vollem Umfang am Markt angekommen“, kommentiert die Landesbank Baden-Württemberg den Bestandsaufbau. Die Organisation Erdöl exportierender Länder hatte ihr Ölangebot seit September in mehreren Schritten verknappt. Analysten haben daher ihre Ölpreisprognosen erneut gesenkt. Die Schweizer Großbank UBS etwa rechnet nun für das laufende Jahr mit einem durchschnittlichen Ölpreis von 51 Dollar je Barrel.

Angesichts der unverändert niedrigen Rohölpreise drängt sich der Verdacht auf, dass die Tankstellenbetreiber den lebhaften Osterverkehr für eine neue Preiserhöhungsrunde nutzen. Zu einem ähnlichen Schluss kommt eine Untersuchung des ADAC. Die Studie lasse erkennen, „dass die Mineralölkonzerne mit ihrer Preispolitik vom meist höheren Verkehrsaufkommen und der damit verbundenen größeren Kraftstoffnachfrage zu Beginn des Wochenendes profitieren wollen“. Insbesondere bei den Ferienreisewellen führe dies laut ADAC oft zu einem „regelrechten Abkassieren der Autofahrer“. Die Mineralölwirtschaft weist indes derartige Vorwürfe zurück. Die Sprecherin des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV) sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass die Benzinpreise in Deutschland ohne Steuern mit die niedrigsten in Europa seien.“

Und Teil 4 der Unverschämtheiten: Gleiches gilt für die Gaspreise: So schrieben mir doch kürzlich die Stadtwerke Detmold, dass sie ab sofort den Gaspreis senken könnten, da der Rohölpreis gesunken sei. Wie gönnerhaft! Dass dies zum 1.4. geschieht, und damit genau nach der Hauptheizperiode, ist nicht wirklich zufällig, oder? Entschuldigung, auch das nenne ich Verarsche! Dazu ein Artikel aus spiegel.de

Deutschlands Energieunternehmen feiern sich, weil die Gaspreise im April sinken. Dabei haben die Verbraucher kaum etwas davon, denn die Heizperiode ist längst zu Ende. Eine SPIEGEL-ONLINE-Analyse zeigt, wie die Branche ihre Tarife gestaltet – abhängig von der Jahreszeit.

Hamburg – Es klingt wie eine gute Nachricht: Deutschlands Energieunternehmen senken ihre Gaspreise. Allein im März und im April verschickten die Firmen Hunderttausende Briefe an ihre Kunden. Die frohe Botschaft: „Wir lassen Sie teilhaben an der Entwicklung der Energiemärkte.“ Zum Teil wird Gas jetzt mehr als zehn Prozent günstiger. Allerdings ist das nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Denn den sinkenden Gaspreisen waren extreme Erhöhungen vorangegangen. Und die Entwicklung hat System: Regelmäßig steigen die Gaspreise im Herbst, zu Beginn der Heizsaison. Gesenkt werden sie – wenn überhaupt – nur im Frühjahr.

Gefühlt haben dies die Verbraucher schon lange, doch jetzt ist dieser Zusammenhang tatsächlich erwiesen. Denn das Verbraucherportal verivox hat im Auftrag von SPIEGEL ONLINE die Entwicklung der Gaspreise in den vergangenen Jahren untersucht – jeweils in Abhängigkeit von der Jahreszeit. Das Ergebnis ist eindeutig: Große Preisschübe gab es immer dann, wenn der Verbrauch wetterbedingt nach oben schnellte. Preissenkungen gab es dagegen deutlich seltener – und wenn, dann nur zur warmen Jahreszeit, wenn die Kunden kaum etwas davon haben. Besonders deutlich war die Entwicklung in der vergangenen Heizperiode, also von Herbst 2008 bis Frühjahr 2009. Zunächst stiegen die Preise massiv an, um dann wieder auf ihr Ursprungsniveau zurückzufallen – allerdings erst in jüngster Zeit, da kaum noch geheizt wird. Darüber hinaus zeigt die Grafik: Insgesamt bewegten sich die Preise in den vergangenen Jahren im Trend nach oben.

In Deutschland ist der Gasverbrauch extrem abhängig von der Jahreszeit. Zwar wird auch im Sommer warm geduscht und mit Gas gekocht. Doch dies fällt kaum ins Gewicht im Vergleich zu den Gasmengen, die im Winter zum Heizen benötigt werden. So entfallen auf den Juli durchschnittlich nur zwei Prozent des gesamten Jahresverbrauchs – auf den Januar hingegen 15 Prozent. Was nur wenige Kunden wissen: Die Unternehmen rechnen Monat für Monat akkurat ab – auch wenn man dies auf der Rechnung nicht erkennen kann. Für den Jahresabschluss ist dies jedoch äußerst relevant. Denn die warmen Monate Mai bis September machen gerade einmal 17 Prozent der gesamten Rechnung aus. Herbst und Winter schlagen hingegen mit 83 Prozent zu Buche. Mit anderen Worten: Eine Preissenkung im Frühjahr fällt kaum ins Gewicht. Eine Preiserhöhung im Herbst kommt die Kunden dagegen teuer zu stehen.

Wie teuer genau, hat Verivox nun erstmals ausgerechnet. Demnach hätte ein Durchschnittshaushalt rund 35 Euro sparen können, wenn die Unternehmen ihre Preise nicht im Herbst 2008 erhöht hätten, sondern drei Monate später. Weitere 82 Euro hätte man sparen können, wenn die Preissenkungen vom Frühjahr 2009 drei Monate früher gekommen wären. Das heißt: Ein durchschnittlicher Verbraucher zahlt insgesamt 117 Euro, die sich allein auf den Zeitpunkt der Gaspreisänderung zurückführen lassen. Dies entspricht immerhin acht Prozent der Jahresrechnung. Die Unternehmen selbst argumentieren mit der Ölpreisbindung. Demnach folgt der Gaspreis dem Ölpreis mit sechs Monaten Verzögerung. „Seit Januar sinken die Gaspreise in Deutschland“, sagt Hildegard Müller, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), zu SPIEGEL ONLINE. „Zahlreiche Unternehmen haben ihre Preise also mitten in der Heizperiode gesenkt.“

Doch die Ölpreisbindung allein kann die zyklische Bewegung der Gaspreise nicht erklären: Seit dem vergangenen Sommer hat sich Öl stärker verbilligt als Gas. „Durch die verschiedenen Vertragslaufzeiten und Beschaffungssituationen der Unternehmen wirken sich die Gaspreissenkungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus“, erklärt BDEW-Chefin Müller. Auf einem Wettbewerbsmarkt gäbe es einen einfachen Grund für die saisonalen Preisschwankungen: Je stärker die Nachfrage, desto höher der Preis. Manche Unternehmen erklären deshalb, dass Gas im Winter zwangsläufig teurer werden müsse. Tatsächlich spielt dies jedoch kaum eine Rolle. Denn die Versorger haben sich schon lange im Voraus mit Gas eingedeckt – zu fest vereinbarten Preisen. Außerdem verfügen die meisten Unternehmen über große Gasspeicher, mit denen sie kurzfristige Preisschwankungen ausgleichen könnten. Doch die Firmen haben daran kein Interesse. Die Statistik legt den Verdacht nahe, dass der Zeitpunkt der Preisanpassungen so gewählt wird, dass die Einnahmen maximal steigen – zu Lasten der Kunden. Verbraucherschützer kritisieren die aktuellen Preissenkungen denn auch als zu spät. „Es gibt keinen Grund, in Jubel auszubrechen“, sagt Hans Weinreuter von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Viele Versorger hätten bewusst das Ende der Heizperiode abgewartet.

NW/LZ goes BILD online

Es hat sich ja in den letzten Jahren schon in den Printausgaben der Regionalgazetten immer mehr abgezeichnet, dass NW und ihre lippische Halbschwester LZ immer boulevardesker in ihrer Berichterstattung werden. Ok, die Jubiläen der Männergesangs- und Hühnergeflügelzüchtervereine gehören zum Geschäft, wenn du in der Provinz Auflage machen willst. Dat nutzt alle nix. Und die ansonsten noch verbliebenen Berichte geben halt auch nicht all zu viel sensationelles her. Was gibt es da nicht schöneres, als die Story einfach mal ein bisschen journi-mäßig aufzuprollen (nicht zuletzt mit „immer geileren“ Fotos) und somit dem gemeinen Mob die Möhre vor die Nase zu hängen.

Das ganze gelingt nun seit dem 1.4. auch immer mehr mit der Online-Ausgabe der beiden Zeitungen. Dabei hat man sich noch nicht mal die Mühe gemacht, die optische Reiter-Platzierung auf der Startseite und die Newstickerleiste von der der BILD-Zeitung unterscheidbar zu machen. Oder hat der Unsinn Methode? Weiß´ nich, auf jeden Fall ein Rückschritt aus meiner Sicht für seriöse Berichterstattung. Aber das ist ja vielleicht auch gar nicht das Ziel…

Curry wurst

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Passend zum Besuch der Schalker im lieb vertrauten Nachbardorf (heute abend verloren gegangen mit 0:2) gönnte ich mir mit hermine und hermännchen junior eine Curry Wurst. Schön, so neben dat Theater. Von Rudolphs war se, die Wurst. Bei dem Wetterchen musste man einfach vor die Tür, in die Stadt. Sie wissen schon…

Gehse inne Stadt
Wat macht dich da satt
Ne Currywurst

Kommse vonne Schicht
Wat schönret gibt et nich
Als wie Currywurst

Mit Pommes dabei
Ach, dann gebense gleich zweimal Currywurst

Der gute alte Herbie, dem sein Songtext…

Und heute das ganze mit einem fantastischen Blick auf das Lunapark-Fahrgastgeschäft mit dem atemberaubenden Namen „Experience“.

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Wundert wen noch irgendwas Teil 2

Gelesen heute auf spiegel online:

Berlin – Georg Funke erhöht den Druck auf seinen ehemaligen Arbeitgeber: Der Ex-Chef der von der Pleite bedrohten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) hat das Institut laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung auf Gehaltszahlungen in Millionenhöhe verklagt.

Demnach hat Funke zunächst auf die Weiterzahlung von zwei Monatsgehältern in Höhe von rund 150.000 Euro geklagt. Nun will er offenbar vom Landgericht München klären lassen, ob sein bis September 2013 laufender Vertrag weiter gilt (Az: 5 HKO 2683/9). Ein Gerichtssprecher sagte: „Herr Funke will feststellen lassen, dass sein Anstellungsverhältnis nicht aufgelöst ist und die Ruhegehaltszusage nicht widerrufen wird.“

Der Zeitung zufolge würden sich allein die Gehaltszahlungen auf rund 3,5 Millionen belaufen. Hinzu kämen vertraglich zugesicherte Pensionsansprüche von 560.000 Euro im Jahr. Diese Ansprüche würden sich bei einer angenommenen Laufzeit der Pension von 15 Jahren auf weitere 8,4 Millionen Euro belaufen.

Dabei steht der Immobilienfinanzierer am Rande des Zusammenbruchs. Nur Finanzhilfen von Steuerzahlern und Banken in Höhe von rund 102 Milliarden Euro haben die HRE bisher vor der Pleite bewahrt. Funke selbst war im Oktober 2008 zurückgetreten. Der neue Aufsichtsrat hatte den Manager im Dezember wegen angeblich gravierender Fehler nachträglich fristlos gekündigt.

Funke galt vielen als maßgeblich verantwortlich für die Krise der Bank. Zuletzt hatte der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff ein härteres Vorgehen der Justiz gegen das ehemalige Management der HRE gefordert. „Eine pflichtwidrige Vernichtung von Kapital ist eine Straftat“, hatte Wulff gesagt. Er erwarte von den Strafverfolgungsbehörden, dass die verantwortlichen Vorstände und Aufsichtsräte der Hypo Real Estate jetzt vernommen würden.

Kein Kommentar…

Fernsehen am Donnerstag

Hermine nicht zuhause, hermann junior schon im Bett, hermann lecker vor´m Fernseher. So sieht der Donnerstag aus.

Ich habe es gewagt, ich habe Germany´s next Top Model gesehen. Natürlich, normalerweise gucke ich das nicht, wie sonst auch niemand. Aber heute war ich allein zuhause, und niemand muss ja mitbekommen, dass ich das geguckt habe…

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Was mich gewundert hat, ist, dass Larissa, ihreszeichen Austria´s Next Top Model, mit beim deutschen Wettbewerb dabei ist. Per Sonderticket. Ist Österreich jetzt von Deutschland anektiert worden oder warum gibt es dieses Sonderregel? Mischt die Mädels da auch gleich mal so richtig auf. Die spargelbeinige hysterische Stutenbissigkeit mit Hang zum Zickenalarm in persona non grata Tessa geht ja auch irgendwie gar nicht. Peinlich, peinlich, peinlich. Bilig, billig, billig. Aber damit passt sie in die Zeit…

In der Werbepause bin ich dann zu den öffentlich rechtlichen umgeswitcht, um mein Gewissen zu beruhigen. Obwohl ARD und ZDF ja auch immer boulevardistischer werden. Was sah ich, als ich eines meiner liebtsten Hobbies nachging, dem Zappen im Videotext? Eine mal wieder so unglaubliche Geschichte, dass es einem nur noch die Sprache verschlägt…

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Kinners, es ist ja so grottenschlecht, dass man irgendwann anfängt zu verzweifeln. Morgen abend werde ich definitiv bügeln, Arte schauen oder mich als Intendant bei 3Sat bewerben. Ach ja, oder als Mönch ins Kloster gehen.

Wundert wen noch irgendwas?

Ist Ihnen eigentlich auch schon mal die Hutschnur, der Kragen oder die Galle geplatzt, wenn Sie einen Blick auf die Wirtschaftskrise werfen? Teufelsbraten! Ich muss mich echt bald entmedialisieren und in den Wald ziehen, wenn ich diesen Wahnsinn noch aushalten will.

Was glauben eigentlich die Banken, wer sie sind? Bzw., wie blöd sind unsere Merkels, von Beusts und wie sie alle noch heißen eigentlich? Werfen einer bankrotten Landesbank Milliarden in den Rachen und haben in keinster Weise kapiert, was hier gerade abgeht in diesem Land. Geschweige denn, dass auch nur ein Entwurf eines Konzeptes vorliegt, wie mit dieser Krise auch nur einigermaßen vernünftig und maßvoll umzugehen ist. Die Banken selber nutzen die Leitzinssenkungen der EZB schamlos aus, um sich gesund zu stoßen. Gleichzeitig machen sie dem Kunden weiß, dass sie ganz arm dran sind und den Guthabenzinssatz aus gleichem Grund auch gleich mal senken müssen. So gesehen auf meinem Kontoauszug…

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Für wie bescheuert halten die eigentlich ihre Kunden? Wenn ich mich nicht ganz irre, dient die Leitzinssenkung dazu, dass sich Banken günstiger Geld leihen können, um es an Kunden ebenfalls günstiger verleihen zu können respektive geliehenes Geld vom Kunden höher verzinsen zu können. Nicht wahr? Jetzt hat dieses Bank also AUFGRUND der Leitzinssenkung ihren Guthabenzins gesenkt. Hallo? Müsste es nicht heißen: TROTZ der Leitzinssenkung haben wir leider ihren Guthabenzins senken müssen….

Ganz ehrlich: Verarschen kann ich mich selber! Und ich wette, die meisten Kunden merken es noch nicht mal, dass sie gerade verarscht werden. Die Bankenwelt macht gerad´ mal da weiter, wo sie letztes Jahr aufgehört hat.

Was hält diese Gesellschaft eigentlich noch zusammen?

Da fällt einer Supermarktkette in Berlin nichts anderes ein, der seit 31 Jahren angestellten Kassiererin zu kündigen, weil sie Wertbons im Wert von 1,30 Euro eingesteckt haben soll, was nicht 100%ig erwiesen ist. Und findet keine ander Lösung, als die verdiente Mitarbeiterin zu entlassen? Wo sind die verantwortlichen Führungskräfte in diesem Unternehmen? Wo ist die Führungskultur in diesem Unternehmen? Zieht der Frau die Ohren lang und steckt sie bis zur Rente in die Wareneingangskontrolle. Fertig!

Da übernimmt sich eine stark geschminkte Frau aus Süddeutschland an der Übernahme eines Automobilzulieferers und bettelt den Staat um Milliardenhilfe an. Und das ganze noch öffentlich heulend auf einer Demonstration zum Erhalt ihres Unternehmens zusammen mit ihren Mitarbeitern! Wie kackendreist ist das eigentlich??? Rück´ deine verdammten scheiß´ Milliarden aus dem Privatvermögen raus, und bettel nicht unsere Angie an, die deinem Augenklimpern wahrscheinlich eh´ nicht wiederstehen kann. Verantwortung zu übernehmen heißt auch, seinen eigenen Beitrag zu leisten. Mann, ist das abartig.

So! Bevor ich jetzt hier zum Sozialisten werde, hör ich mal besser auf, reg´ mich ab und blog´ demnächst wieder über was anderes….

Kommunikation

Man sagt dem Ost-Westfalen ja nach, dass er nicht besonders redefreudig sei. Man kennt sie eigentlich zu genüge, die Vorbehalte und wahrhaftigen Unterstellungen, die so kursieren. Trifft dies eigentlich auch für den schreibenden Ostwestfalen zu, wenn er denn schon nicht reden will?

Es war nicht mehr als eine Arbeitshypothese, wurde aber beim Besuch des Detmold-Forums sofort bestätigt: Tote Hose, und das seit letztem Jahr. Offensichtlich ist Lippe Detmold auch im Netz nicht all zu gesprächig oder noch nicht ganz mit DSL vernetzt.

Ganz witzig und stylish gemacht ist übrigens die Sonderausgabe von brand eins Neuland über OWL, die bereits letztes Jahr erschienen ist. Da schreibt zwar nicht der Ostwestfale, man aber über ihn…

FuBaBuLi

Nach dem fulminanten Auswärtssieg des FC Kölle bei den Bayern ist die deutsche Fußballwelt ja wieder in Ordnung. Zumindest aus mehrheitlicher Sicht aller Fans nördlich der Main-Linie. Hauptsache die Bayern geschlagen, egal wer es macht.

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Klein hermann spielt auch jeden Tag Fußball. Marmelade gegen Wurst. Verzeihung: Wuarst, um beim westfälischen zu bleiben. Nach jedem Spiel erinnert der Tisch und der ihn umgebende anderthalb Meter breite Einschlagskrater häufig einer leeren samstäglichen Dortmunder Südtribüne gegen 17.45Uhr. Warum Brothappen essen, wenn man sie auch werfen kann? Vorzugsweise die mit Marmelade belegten. Und die landen dann – Sie kennen die Gesetze von Murphy – mit der belegten Seite nach unten…

Häppchen gibt es ja auch auf der neuen Tribüne der Schüco-Arenea unserer (oder zumindest meiner) geliebten Arminia. Nur leider isst die dort keiner, da dort keiner ist. Ob das jetzt nur an den zu hohen Preisen liegt, weiß ich nicht genau. Vielleicht zieht Arminina auch einfach nicht mehr als 20.000 Zuschauer durchschnittlich. Nach dem gestrigen Unentschieden gegen Bochumski und der beginnenden Aufholjagd der Abstiegskonkurrenz schwant mir schon wieder Böses: Der nächste Abstieg in die Bedeutungslosigkeit der 2. Liga. Als schmerzerprobter Fan werde ich mich aber auch daran gewöhnen, wie ich es schon seit über 25 Jahren tue…oder am Ende des Tages mich wieder einmal überraschen lassen, vom Ostwestfalens Gloria.

Samen Bestellschein

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Das Leben ist irgendwie urkomisch.

Heute habe ich auf dem Weg nach Hause im Radio gehört, dass unsere Bundesfamilienministerin den neuen Familienreport präsentiert hat. Haupt-Message war u.a., dass die Geburten in Deutschland steigen. Und gleichzeitig liegt bei hermann zu hause seit dem Wochenende ein Samen-Bestellschein auf dem Wohnzimmertisch…

Das hat mich dann doch etwas nachdenklich gestimmt. Vielleicht hat hermine da ihre Finger im Spiel? Ob sie sich ein zweites Kind wünscht? Und das sofort?!?! Vielleicht war der Valentinstag für sie aber auch so eine Art Initialzündung und der Bestellschein ist eine Anspielung?

Oder ich liege völlig falsch, und sie ist eigentlich sauer auf mich! Genau, und sie will eigentlich von dem Besitzer des Gartenbedarfscenters ein Kind!!! Und bestellt bei dem einen Samen… wer weiß…ich meine, bei diesem Bestellshop kannste ja eigentlich nur Gartenbedarf bestellen, so dass ich mir wahrscheinlich dann am Ende des Tages doch keine Sorgen machen brauche. Aber merkwürdig ists schon…

Genossen

Ja, ja, die große Berliner Politik-Bühne hält doch immer wieder die ein oder andere Überraschung bereit. Eigentlich halte ich mich mit Blogeinträgen über politische Geschehnisse in Berlin auf diesem blog lieber zurück. Zu breit wäre das Feld, über das man sich aulassen könnte. Zu wenig klar sind die wirklichen Zusammenhänge und Hintergründe, um darüber einigermaßen sinnvoll und seriös zu schreiben. Und außerdem wird dieses Thema ja im Nachbarstadt-Blog mit unnachgiebiger Penetranz abgedeckt.

Die Detmolder Politik-Bühne erscheint da doch etwas beschaulicher im Gegensatz zur Berliner. Und unser Detmolder Hochwürden ist für die aufsteigende Partei des Jahres immerhin auch vereten. Neulich erschrak ich mich, als ich an der „PolitbüroParteizentrale“ der Detmolder SPD vorbeikam ob des scheinbar uralten und im Schaufenster vergessenen Plakates. Kurt Beck, bist du es? Was war mit Gaz Gerhard geschehen? Schönheits-OP? Verjüngungskur? Mir stockte für einen kurzen Augenblick der Atem. Nee, nee, die hatten da einfach nur ein paar Antlitze von alten und jungen Genossen zusammen abgebildet und damit für die soziale Mitte geworben. Fehlte nur noch das lippische Urgewächs Frank-Walter. Sie wissen, der demnächst zweiter lippischer Kanzler werden will. Oder so ähnlich…

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Von allem etwas…

Nein, hiermit meine ich nicht das Pflasterstein-Design der Detmolder Fußgängerzone – der Flickenteppich hält inzwischen – das neue Marktplatzdesign mit einberechnet – ca. 15 Variationen bereit. Sondern das Detmolder Sonntagswetter war doch mal wieder sehr unbeständig. Beim nachmittäglichen Spaziergang kam einem dann auch so ziemlich alles entgegen, was Petrus in seinem Repertoire in diesen Jahreszeiten hat: Sonne, Schneeregen, Schnee, Wind etc.

Eher ungemütlich zum Spazierengehen. Daher wards auch nur ein kurzes Intermezzo an der frischen Luft…

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Baustelle Detmolder

Bei meinem gestrigen Friseurbesuch in der freundlichen Baustelle am Teutoburger Wald kam ich an der Baustelle überhaupt vorbei, der Detmolder Straße. Die wichtigste Einfallstraße der Metropole Ostwestfalens ist seit einiger Zeit Großbaustelle und wird bis zur Endhaltestelle Sieker renoviert. Und das war bitter nötig, wie der ein oder andere Detmolder wohl auch aus eigener Erfahrung berichten kann, wenn es ihn denn mal aus der Wunderschönen in die Größte OWLs gezogen hat. Ganz früher hieß die Straße mal Sieker Weg, dann wurde sie Detmolder Chausse umbenannt bis sie schließlich ihren heutigen Namen erhielt. Fehlt nur noch die Renovierung der anliegenden Häuser, die in ca. 70% der Fälle inzwischen genau so abgewrackt aussehen, wie die Straße selbst. Nur der Name ist glanzvoll, wie eh und je…;-)

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Was umsonst?

Sie kennen ja den alten Kalauer über den Lipper an sich. Dieser ist eingeladen auf einer Grillparty außerhalb des Fürstentums. Was bringt man da so mit? Der Niedersachse bringt einen frischen Gurkensalat mit, der Münsteraner einen saftigen Schinken, der Rheinländer bringt ein kleines Fässchen Bier mit, und der Lipper bringt seinen Schwager mit…

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Irgendwie hatte ich am Samstag auf dem Wochenmarkt den Eindruck, als gäbe es da was umsonst? Winterschlussverkauf der Bratwurst? Pommes mit 80% Rabatt? Oder ein belegtes Mettbrötchen zum Probierpreis. Keine Ahnung, mussten ganz schnell weiter, weil hermännchen die Finge einfroren und das Mittagessen fertig war. Auffällig war sie jedenfalls schon, die lange Schlange. Oder: ganz normaler Wahnsinn auf dem Wochenmarkt?